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Newsletter 08/2012

Herzlich Willkommen beim Newsletter der Studieninformation Baden-Württemberg

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben für Sie Meldungen des Monats August aus den Bereichen Studieninformation, neue Studienangebote, Studium und Hochschulen  zusammen gestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Studieninfo-Team!

Neue Studienangebote

Neue berufsbegleitende Studiengänge (MBA) starten zum Sommersemester 2013 in Heilbronn

Die Hochschule Heilbronn bietet zum nächsten Sommersemester im März 2013 zwei neue berufsbegleitende Studiengänge - Master of Business Administration (MBA) - an, und zwar in den Bereichen „Unternehmensführung“ und „International Automotive Management“.

Für beide Masterstudiengänge sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und ein abgeschlossenes Studium sowie qualifizierte Englischkenntnisse (B2-Niveau) Voraussetzung, die Unterrichtssprache ist vorwiegend Deutsch. Die Studiendauer liegt jeweils bei vier Semestern (zwei Jahre), Präsenzunterricht an der Hochschule Heilbronn findet in den ersten drei Semestern an 12,5 Tagen statt. Hinzu kommt eine fünftägige Studienwoche „Wissenstransfer in ausgewählten Organisationen“. Weiterhin wird für die Bearbeitung einer konkreten Problemstellung aus dem Unternehmen (On-the-Job-Projekt) ein Tag pro Woche während des Semesters kalkuliert.

Bewerbungen werden ab August 2012 unter www.hs-heilbronn.de/hill entgegengenommen - hier finden sich auch detaillierte Informationen zu allen angebotenen MBA-Studiengängen. Weitere Informationen und Studienberatungen erhalten Sie bei Anne-Mareike König, Telefon: 0 71 31-504-478, E-Mail: anne-mareike.koenig@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/hill.

Rund ums Studium

Studienberatung wird mit fünf Millionen Euro Landesmitteln ausgebaut

Mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt das Land Baden-Württemberg die Studienberatung an den baden-württembergischen Hochschulen. Dies gab Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, im August in Stuttgart bekannt. Die Mittel werden in der Förderlinie „Zentren für Beratung“ im Rahmen des Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) für den Ausbau und die Professionalisierung der Studienberatungen an den Hochschulen des Landes bereitgestellt.

„Eine gute Studienberatung trägt zu einem erfolgreichen Studium und damit zur Verminderung von Studienabbrüchen bei“, so Ministerin Theresia Bauer. Sie sei ein wichtiger Qualitätsbaustein der Hochschulen. Daneben unterstütze sie bei der Studienwahl, indem sie über Tiefe und Breite der Studiengänge und Fachrichtungen informiere. Die Studieninteressierten erhielten vor der Aufnahme eines Studiums die für sie notwendige Entscheidungsbasis und während des Studienverlaufs beratende Unterstützung bei anstehenden Weichenstellungen.

Sigrid Eicken, Vorsitzende des Berufsverbands für Studien- und Laufbahnberatung, Orientierung und Information an Hochschulen in Baden-Württemberg e.V., erklärte: „Wir begrüßen die Initiative des Wissenschaftsministeriums außerordentlich, die Allgemeine Studienberatung im Land auszubauen und zu stärken sowie die Vernetzung und Professionalisierung der verschiedenen Beratungsakteure an den Hochschulen zu fördern. Dieses Programm trägt dem aufgrund der hochschulpolitischen Veränderungen der letzten Jahre und der Veränderungen am Arbeitsmarkt gestiegenen Bedarf und den erhöhten Anforderungen an Studienberatung Rechnung.“

21 Hochschulen – dies sind 40 Prozent der staatlichen Hochschulen insgesamt – können nun ihre Beratungsangebote optimieren, indem sie für die Ratsuchenden klarere Beratungsstrukturen aufbauen und die Studienberatung stärken. Eine unabhängige Jury hat die geförderten Hochschulen im Rahmen eines Ausschreibeverfahrens aus insgesamt 34 Anträgen ausgewählt. Geförderte Hochschulen sind die Universitäten Heidelberg, Hohenheim, Konstanz, Stuttgart und Ulm, die Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Schwäbisch Gmünd, die Hochschulen Aalen, Esslingen (Technik und Sozialwesen), Furtwangen, Heilbronn (Technik, Wirtschaft, Informatik), Karlsruhe (Technik und Wirtschaft), Konstanz (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung), Offenburg, Pforzheim, Stuttgart (Technik) und Ulm sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg.

„Wir möchten, dass sowohl Studieninteressierte als auch Studierende möglichst einfach und unkompliziert die Informationen erhalten, die sie brauchen", so Ministerin Bauer. „Das geht nur, wenn die Beratungsangebote transparent dargestellt und aufeinander abgestimmt sind.“

Mit dem neuen Förderprogramm geht Baden-Württemberg einen weiteren Schritt im Ausbau der Studienorientierung und -beratung voran. Die Kampagne „Gscheit studiert“ versorgt Studieninteressierte seit nunmehr fünf Jahren durch Publikationen und Fortbildungen mit vielfältigen hochschulübergreifenden Studieninformationen. So können Interessierte über alle Studiengänge in Baden-Württemberg unter www.studieninfo-bw.de recherchieren oder im Rahmen des Entscheidungsseminars BEST (www.bw-best.de) alle notwenigen Schritte zu einer fundierten und passgenauen Studienwahl erlernen.

Mit dem allgemeinen Orientierungstest der Hochschulen des Landes hat das Wissenschaftsministerium das erfolgreiche Online-Testangebot www.was-studiere-ich.de eingeführt. Speziell vom Ministerium ausgebildete Studierende machen als Studienbotschafter den Schülerinnen und Schülern Mut zu einem Studium (www.studienbotschafter.de).

Land fördert innovative Lehrkonzepte in der Studieneingangsphase mit sechs Millionen Euro

Der vollständige Verzicht auf Frontalveranstaltungen in den ersten beiden Semestern, die Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen oder der Einsatz von Laborwagen sind nur drei Beispielprojekte, mit denen die baden-württembergischen Hochschulen das Studium anregender gestalten möchten. Hierzu stellt das Land 23 Hochschulen in den kommenden drei Jahren insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Dies gab Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, im August in Stuttgart bekannt. Ziel des Programms „Willkommen in der Wissenschaft“ ist es, die Studierenden insbesondere in der Studieneingangsphase mit innovativen Angeboten für ihr Fach zu begeistern.

„Gerade zu Beginn eines Studiums kommt es darauf an, die Studierenden nicht nur mit den Grundlagen ihres Faches vertraut zu machen, sondern ihnen schon früh Perspektiven für die Forschung oder berufliche Zukunft zu geben“, sagte Bauer. „Mit den ausgewählten Förderprojekten gehen die Hochschulen neue Wege, um diese Ziele zu erreichen.“

Das Programm sei ein wichtiger Beitrag zur Steigerung des persönlichen Studienerfolgs und zur Senkung der Abbrecherquote. Zwar schneide Baden-Württemberg bei der Betrachtung der Erfolgsquoten (Bachelor und Master) im bundesweiten Vergleich mit einer Studienerfolgsquote von rund 84 Prozent vor Bayern am besten ab, dennoch gelte es, auch weiterhin alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Studienabbrüche zu vermeiden, so die Ministerin.

Insgesamt 32 Anträge sind im Rahmen der Ausschreibung eingegangen. Hieraus hat eine mit externen Wissenschaftlern und Fachleuten besetzte Gutachterkommission 23 förderungswürdige Projekte sämtlicher Hochschularten ermittelt. Die Förderung wird aus dem Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) bereitgestellt und beträgt insgesamt sechs Millionen Euro verteilt auf einen Zeitraum von drei Jahren. Die einzelnen Projekte können mit einem maximalen Gesamtbetrag von 300.000 Euro gefördert werden.

 

Die geförderten Projekte im Überblick:

Universität Freiburg

 

Faszination Wissenschaft - Wahlmodul zum Design von Forschungsprojekten

Universität Heidelberg

Forschungsorientierte Lehrkonzepte

Karlsruhe Institut für Technologie

Lernen - Forschen - Anwenden: Studieren für Einsteiger

Universität Stuttgart

Das Digitale Archiv Stuttgart (DDA Stuttgart)

Universität Ulm

Willkommen in der Wissenschaft: Kolloquien, offene Lernräume

Pädagogische Hochschule
Heidelberg

PH-Start plus! Optimale Betreuung in der

Studieneingangsphase

Pädagogische Hochschule
Karlsruhe

Studieren und pädagogisch Handeln in Vielfalt

Pädagogische Hochschule
Ludwigsburg

Forschungswerkstatt Bildungswissenschaften (ForBi)

Pädagogische Hochschule
Weingarten

Forschendes Lernen - von Anfang an

Hochschule Aalen

Wissenschaft erfahren, Praxisrelevanz erleben und nachhaltig lernen mit Projekten

Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Aktivierung in der Studieneingangsphase

Hochschule Furtwangen

Professionelles Software Engineering für Studierende

Hochschule Karlsruhe

L²OV - Theorie praktisch begreifen - Laborwagen, Lange Nächte, Online-Plattform und Vorlesung

 

Hochschule Konstanz

 

Hereinspaziert - forschend lernen an der HTWG

Hochschule Mannheim

KOMPASS - Kommunikative Orientierung & Maschinenbauliche Praxis Aktiviert Startende Studierende

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Forschungsbasiertes Lehren und Lernen an der HfWU

Hochschule Offenburg

Fit4PracSis - Fitness for Practice and Sciences

Hochschule für Gestaltung
Schwäbisch Gmünd

Student Research Teams

Hochschule für Technik Stuttgart

Erfolgreich studieren durch angewandte Wissenschaft und Nachhaltige Entwicklung

Hochschule der Medien Stuttgart

Anak: Anders ankommen - Neue Wege zu Studium und Wissenschaft

Hochschule Ulm

Hochschulweites wissenschaftliches Einführungskonzept

Duale Hochschule
Baden-Württemberg

MINT - MOTION - der duale Weg zum wissenschaftlichen Nachwuchs

Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim

Das „Mannheimer Musikpädagogische Modell“ M³: Phasenvernetzung durch Forschendes Lernen

 

 

Hochschulen

Uni Stuttgart startet Mentoring-Programm für Bachelorstudentinnen

Um hoch qualifizierte junge Frauen für eine wissenschaftliche Laufbahn zu begeistern und eine frühzeitige und kontinuierliche Begleitung von Studentinnen zu gewährleisten, startet die Universität Stuttgart jetzt ein spezielles Mentoring-Programm für Bachelorstudentinnen. Das Programm mit dem Namen „jumeta“ (Junior Mentoring Tandem) bietet Studentinnen nach der Orientierungsprüfung eine in dieser Form neuartige Brücke zwischen den im Studium vermittelten Grundlagen und der späteren Karriere als Wissenschaftlerin.

Durch eine in Deutschland bislang einzigartige Kombination an Förder-Bausteinen erhalten die Studentinnen wichtiges Erfahrungswissen über die Strukturen und Prozesse im Wissenschaftsbetrieb und können ihr Kontaktnetz erweitern. Grundlage des Programms sind Mentoring-Tandems, bei denen je eine Doktorandin einer Bachelorstudentin als Junior-Mentorin ein ganzes Jahr mit Rat und Tat zur Seite steht, sie bei der Karriereplanung berät und bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen unterstützt. Als Besonderheit des Stuttgarter Mentoring-Programms wird diese Eins-zu-Eins-Betreuung von einem Gruppen-Mentoring durch „gestandene“ Professorinnen der Universität Stuttgart ergänzt. Weitere Bausteine sind Workshops zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen sowie vielfältige Möglichkeiten, um schon früh Kontakte zu knüpfen, die für das berufliche Fortkommen nützlich sind.

Die Mentees werden in Workshops und Einzelgesprächen vertiefend in das Mentoring eingeführt und erhalten für die Teilnahme an „jumeta“ Credit-Points, die als fächerübergreifende Studienleistung anrechenbar sind. Die Doktorandinnen ihrerseits werden in einem Training auf ihre Aufgabe vorbereitet. Das bisherige Mentoring-Programm, welches sich vornehmlich an Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Stuttgart richtet und seit seiner Gründung im Jahr 2004 von rund 250 jungen Frauen erfolgreich durchlaufen wurde, soll mit jumeta eine Ergänzung um die Zielgruppe der Bachelorstudentinnen erfahren und so eine kontinuierliche Begleitung bereits ab dem Bachelorstudium, über das Masterstudium bis hin zur Aufnahme einer Promotion gewährleisten.

Interessentinnen können unter der Web-Adresse www.uni-stuttgart.de/jumeta ab sofort die Bewerbungsunterlagen herunterladen.

Fortführung des Studiengangs „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information" gesichert

Der an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bislang auf Zeit eingerichtete Masterstudiengang „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information" (KNMDI) kann ab dem Wintersemester 2012/2013 unbefristet fortgeführt werden. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ist die notwendige Einrichtung einer neuen festen Professur an diesem Lehrstuhl gewährleistet. Bewerbungen für den Studiengang können bis spätestens 8. Oktober 2012 beim Studierendensekretariat eingereicht werden.

Bereits seit 2006 besteht an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart die Möglichkeit, den Masterstudiengang „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information" (KNMDI) zu absolvieren. Nachdem dieser nach einer ersten Phase der Konsolidierung in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen mehrfach gefährdet war, ist sein Fortbestehen nun langfristig gesichert.

Voraussetzung für das zweijährige Studium des Studiengangs KNMDI ist der Abschluss mindestens eines Bachelors in den Sparten Fotografie, Kunst, Kunstwissenschaften, Design, Mediengestaltung, Archiv- und Bibliothekswissenschaften, Informatik, Ingenieurwesen oder Restaurierung; ebenso dazu gehören all jene Fächer, die im weitesten Sinne mit technischen Bildern, Tönen oder Daten in Zusammenhang stehen.

Die Inhalte des Studiengangs lassen sich über die drei Schwerpunktthemen Fotografie, Audiovisuelle Medien und Digitale Daten definieren: In einem sowohl historisch als auch technisch weit gespannten Bogen werden die überlieferten und aktuellen Verfahren der Fotografie sowie die präventive Konservierung all ihrer Bildformen vermittelt. Der zweite Schwerpunkt beinhaltet die Schall- und Bildaufzeichnung von mechanischen, analog-elektronischen bis hin zu digitalen Techniken mit einer großen Zahl an historischen und aktuellen Speicherformaten. Der dritte Schwerpunkt widmet sich der Digitalen Information, die mit ihrer sicheren und strukturierten Langzeitaufbewahrung von digitalisierten und bereits ursprünglich in digitaler Form produzierten Medien Zeugnisse unserer Kultur thematisiert. Ziel des Studiums ist es, die unterschiedlichen Formen der Vergänglichkeit medialer kultureller Überlieferung zu vermitteln – unter anderem in Kooperation mit Museen wie dem ZKM Karlsruhe.

Bewerbungen können ab sofort bis 8. Oktober 2012 eingereicht werden; Semesterbeginn ist am 15. Oktober 2012. Weitere Informationen zum Studiengang unter www.abk-stuttgart.de und www.mediaconservation.abk-stuttgart.de.

Fördermittel für neues Konzept: Selbstbestimmt Lernen statt passiv Wissen aufnehmen

Mit dem Projekt „Anak - Anders ankommen“ will die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) neue Wege in der Einstiegsphase des Studiums testen. Dabei sollen Studienanfänger aktiv Lernen lernen - im Austausch mit anderen Studierenden und ohne Frontalunterricht. Für das Projekt erhält die HdM im Rahmen des Programms „Willkommen in der Wissenschaft" ab dem kommenden Oktober 300.000 Euro. Mit diesem Förderprogramm unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg innovative Lehrkonzepte in der Studieneingangsphase mit insgesamt sechs Millionen Euro aus dem Innovations- und Qualitätsfonds (IQF).

„Die HdM arbeitet an einem Konzept für Lehrveranstaltungen im Grundstudium, das Studierenden vom ersten Semester an ermöglicht, sich von ‚passiven Wissensrezipienten‘ zu ‚aktiven, selbstbestimmten Lernern‘ zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Udo Mildenberger, Dekan der Fakultät Information und Kommunikation der HdM. Dieser Ansatz erscheine notwendig, da die Erstsemester zunehmend heterogene Ausgangsvoraussetzungen mitbringen würden. So hätten die Studienanfänger im Wintersemester 2010/2011 beispielsweise 34 unterschiedliche Schulabschlüsse, rund 50 Prozent der Abschlüsse seien auf dem zweiten Bildungsweg erworben worden.

Die jüngsten Studierenden an der HdM sind 17 oder 18 Jahre alt, die Ältesten über 30. In einigen Studiengängen beträgt der Anteil Studierender mit Migrationshintergrund oder aus eher bildungsfernen Schichten fast 50 Prozent. „Dies führt zwangsläufig zu sehr heterogenen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Das gilt auch für die Vertrautheit mit Lern-, Arbeits- und Kommunikationsmethoden, die für ein wissenschaftliches Studium notwendig sind“, erläutert Mildenberger.

Hohe, stark unterschiedlich ausgeprägte Abbruchquoten und massive Konsequenzen für die Zufriedenheit der einzelnen Studierendengruppen seien die Folge. Im Projekt „Anak“ werden deshalb die Lernprozesse in den Mittelpunkt gestellt. Sie finden stärker individualisiert im Austausch mit anderen Studierenden oder Tutoren statt; der Kompetenzerwerb soll das Ansammeln von kontextlosem Faktenwissen ersetzen und die Studierenden sollen lernen, ihre Lernprozesse eigenverantwortlich zu steuern. Geplant ist, in neuen Veranstaltungsformen Elemente des selbstgesteuerten, forschenden und des problemorientierten Lernens miteinander zu verbinden. Die Entwicklung der sozialen Kompetenzen soll im Vordergrund stehen und auf Frontalveranstaltungen in den ersten zwei Semestern verzichtet werden. „Das Konzept wollen wir zunächst für die betriebswirtschaftlichen Grundlagenmodule innerhalb der Fakultät Information und Kommunikation entwickeln und dann auf andere Module oder Studiengänge übertragen“, so Mildenberger.

 

Neues Lehrkonzept am KIT verknüpft Studium, Wissenschaft und Praxis

Mit „Lernen – Forschen – Anwenden: Studieren für Einsteiger“ setzt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Lehrkonzept um, das von Anfang an auf große Praxisnähe und die intensive Beteiligung der Studierenden setzen soll: In so genannten „Living Labs“ befassen sich die Studierenden sowohl mit aktuellen Forschungsthemen als auch mit industriellen Trends. Ziel ist dabei auch, die Studienmotivation zu fördern und Abbruchquoten zu senken. Im Rahmen des Programms „Willkommen in der Wissenschaft“, mit dem innovative Lehrkonzepte vorangetrieben werden sollen, fördert das Land Baden-Württemberg das Konzept in den kommenden drei Jahren mit knapp 300.000 Euro.

Für die neue Lehrveranstaltung erweitert das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) ein Konzept, das sich in eintägigen Forschungslaboren (Living Labs) zum Management von Geschäftsprozessen (Business Process Management, BPM) bereits bewährt hat: Dabei übernehmen die Studierenden zunächst typische Rollen in diesem Arbeitsbereich, erstellen beispielsweise vollständige Geschäftsprozesse eines fiktiven Unternehmens und verbessern dessen interne Abläufe. Erst danach folgt die klassische Lernphase, in der Wissenschaftler die theoretischen Hintergründe vermitteln und die Studierenden sich so weit in das Thema einarbeiten, dass sie mit ihrem Wissen auch relevante Forschungsfragen identifizieren und Lösungsansätze erarbeiten können.

„Sehr gute Erfahrungen haben wir dabei mit Web-2.0-Technologien wie Blogs, Wikis und Sozialen Netzwerken gemacht, die in einer Cloud- Infrastruktur vereint sind“, sagt Professor Andreas Oberweis vom AIFB. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vernetzen sich, teilen ihr Wissen miteinander und lösen die Problemstellung kollaborativ und effektiv.“ Evaluationen der bisherigen Veranstaltung zeigten, dass Studierende diese Form des Wissenserwerbs als motivierend, innovativ und praxisnah empfinden. Befragungen vor und nach der weiter entwickelten künftigen Veranstaltung sollen zeigen, wie das Lehrkonzept die Motivation der Studierenden und ihre Erwartungen an ihr Studium beeinflusst. Die Ergebnisse dienen dann auch der Weiterentwicklung des Angebots.

Im ersten Jahr der Projektlaufzeit wird zudem ein Konzept zur Umsetzung solcher Labore in weiteren Instituten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften erarbeitet. Anschließend soll ein Leitfaden zum Angebot der Labore entwickelt werden, der disziplinunabhängig am KIT eingesetzt werden kann. Langfristig soll zudem eine Plattform entstehen, über die Institute Erfahrungen austauschen, gemeinsam Veranstaltungen planen und anbieten können. Schülerinnen und Schülern könnte die Plattform – etwa über Webcasts – Einblick in unterschiedliche Studiengänge und Forschungsthemen ermöglichen. Über Blogs und Foren sollen sich Schülerinnen und Schüler, Studierende und betreuende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KIT austauschen können.

Berufsperspektiven für junge Geisteswissenschaftler: Lehrkonzept „Das Digitale Archiv Stuttgart“ für Studierende der Geisteswissenschaften

Bachelor-Studierende in den Geisteswissenschaften leiden zu Anfang ihres Studiums nicht selten unter einer mangelnden beruflichen Orientierung und Perspektive. Hinzu kommen können Startschwierigkeiten mit akademischen Lehr- und Lernmethoden. Das Projekt „Das Digitale Archiv Stuttgart“ (DDA Stuttgart) der Universität Stuttgart will hier in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA Marbach) ansetzen und Abhilfe schaffen. Dabei sollen Studierende in einem frühen Stadium ihres Studiums an Einrichtungen mit Archivbestand, unterschiedliche Berufsbilder sowie an avancierte Arbeitstechniken herangeführt werden.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg hatte im März 2012 das Förderprogramm „Willkommen in der Wissenschaft“ ausgeschrieben, mit dem Studierenden ein früher Bezug zu Forschung und Beruf aufgezeigt werden soll. Die Universität Stuttgart erhält nunmehr nach der Entscheidung der Gutachterkommission aus diesem Programm für das beantragte Lehrkonzept „Das digitale Archiv Stuttgart“ Fördermittel in Höhe von ca. 300.000 Euro für einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren.

Das Projekt baut in einem ersten Schritt auf der existierenden Kooperation des Instituts für Literaturwissenschaft, Abteilung Neuere Deutschen Literatur der Universität Stuttgart, mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach auf. In einem zweiten Schritt soll diese Kooperation um weitere Einrichtungen und zugunsten der gesamten geisteswissenschaftlichen Fakultät erweitert werden.

Hochschule der Medien: weiteres Gebäude geplant

Die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart verändert ihr Gesicht: Studienangebote werden ergänzt und ausgebaut, neue Studierende, Professoren und Mitarbeiter kommen hinzu. Sichtbar wird dies an der Baustelle in der Nobelstraße, wo derzeit ein Gebäude für die Fakultät Information und Kommunikation der HdM entsteht. Mitte 2013 soll ein weiterer Bau folgen.

Der bestehende „Pavillon”, ein Leichtbau, steht seit Februar 1990 auf dem Hochschulgelände; ein Fotostudio, Büros und mehrere Hörsäle sind dort untergebracht. Der 600 Quadratmeter-Bau stand zuvor in der Stuttgarter Stadtmitte nahe des Hauses der Wirtschaft und war eigentlich als Provisorium konzipiert. An seiner Stelle wird nun ein mehrstöckiges, 1600 Quadratmeter umfassendes Gebäude entstehen, das für die didaktische Nutzung konzipiert ist. Darin vorgesehen sind Hörsäle, Seminarräume, Lernflächen und Kombibüros.

Filmakademie Baden-Württemberg mit drei von sechs Preisträgern erfolgreichste Hochschule im Wettbewerb

Begeisterung, Freude und auch ein bisschen Stolz standen den Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg bei der 13. Verleihung der FIRST STEPS Awards ins Gesicht geschrieben: Gleich drei der sechs Nachwuchspreise gingen an die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher der Ludwigsburger Filmhochschule.

So war Julia Ockers beklemmender Schwarzweiß-Zeichentrickfilm „Kellerkind“ in der Kategorie Kurz- und Animationsfilme bis 25 Minuten erfolgreich: Gemeinsam mit ihrem Team Anna Matacz (Producer) und Andreas Mühlschlegel (Sounddesign) holte sie sich den mit 10.000 Euro dotierten FIRST STEPS Award.

Außerdem ging der erstmals vergebene NO FEAR Award für Nachwuchsproduzenten an einen Absolventen der Filmakademie: Steffen Hofbauer konnte sich über den Produzentenpreis in Höhe von 10.000 Euro für seinen Serienpiloten „Wir sind wieder wer!“ freuen. Producer Steffen Hofbauer, der auch das Konzept zu „Wir sind wieder wer!“ entwickelte, dankte seinem Team Thomas Stuber (Regie), Johannes Jancke und Markus Staender (Producer), Daniel Schuler (Drehbuch), Tobias Jall (Kamera), Philipp Thomas (Montage/Schnitt), Marlen Grassinger (Szenenbild) und Jasmin Reuter (Filmmusik) für die „großartige Zusammenarbeit" und hofft nun darauf, dass aus dem gemeinsam mit ProSiebenSat.1 entwickelten „Testimonial“ mehr wird.

Traditionell stark vertreten ist die Filmakademie in der Kategorie Werbespots: Bei der dreizehnten Auflage der FIRST STEPS kamen gleich alle fünf nominierten Spots aus Ludwigsburg. Gewonnen hat schließlich Werbefilm-Regisseur Stephan Strube gemeinsam mit seinem Team Michael Güntner und Christian Cramer-Clausbruch (Producer), Lukas Steinbach (Kamera), Stefanie Übelhör (Szenenbild), Robert Krell (Montage/Schnitt), Patrick Altmaier (Visual Effects) sowie Daniel Brenner und Emre Türker (Filmmusik) mit dem Spot „Sky Nordpol".  Der FIRST STEPS Commercial Award für Werbefilme ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS, der im Jahr 2000 als private Initiative der Filmbranche und der Wirtschaft ins Leben gerufen wurde, zeichnet nicht nur die besten Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen aus. Er will auch neue Wege im Austausch von Erfahrungen und Informationen aufzeigen und bietet darüber hinaus dem Nachwuchs die Möglichkeit, Kontakte direkt in die Branche hinein zu knüpfen. So gibt die finanzielle Anerkennung den Preisträgern nach dem Studium die Möglichkeit, an neuen Projekten zu arbeiten.

Insgesamt gingen für die diesjährige FIRST STEPS Awards-Runde 218 Filme von deutschsprachigen Filmhochschulen ein, darunter waren 136 Spielfilme, 36 Dokumentarfilme und 46 Werbespots. Ausführliche Informationen zu den FIRST STEPS Awards und den nominierten Filmen gibt es im Internet unter www.firststeps.de.
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Studieninformation an (Hoch-)Schulen

Studieren im Schloss - jetzt auch für Kids

Erstmalig lädt die Universität Mannheim im Rahmen des Schlossfestes am 8. September 2012 junge wissbegierige Gäste zu einer Kinderuni ein. Ob Wirtschaft, Politik, Geschichte oder die faszinierende Welt der Sprachen – hier können Kinder in Experimenten und interessanten Vorlesungen hautnah erleben, wie spannend Wissenschaft ist.

Von 11 bis 14 Uhr haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen zu besuchen: Dr. Ira Gawlitzek vom Lehrstuhl für Anglistische Linguistik erklärt zum Beispiel, wie unsere Sprache funktioniert und wie aus einer „Buchstabensuppe" Text wird. Die humorvolle Vorlesung „Angie Merkel und die Krise des Schreckens“ von Professor Dr. Hans Peter Grüner vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik bereitet das Phänomen der Finanzkrise kindgerecht auf. Dass Mathe und Zahlen keineswegs langweilig sind, können die Schülerinnen und Schüler hautnah beim Schreiben eines eigenen kleinen Computerprogramms erfahren. Und während der Politikwissenschaftler Professor Dr. Thomas König erklärt, warum insbesondere Kinder in der Politik eine ganz wichtige Rolle spielen, werden die jungen Zuhörer von Professor Dr. Christian Mann auf eine Zeitreise zu den Olympischen Spielen der Antike mitgenommen.

Die Kinderuni richtet sich an Kinder zwischen 8 und 14 Jahren. Neben viel Wissenschaft gibt es zudem einen Malwettbewerb für das Logo der neuen Kinderuni. Nach dem Auftakt im Rahmen des Schlossfestes werden ab dem kommenden Semester Professorinnen und Professoren der Universität Mannheim Schülerinnen und Schülern an jedem dritten Samstag im Monat Einblicke in spannende Forschungsbereiche geben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen zum Programm der Kinderuni finden Sie unter www.uni-mannheim.de/kinderuni.

Veranstaltungskalender

Studieninformations- und Beratungsangebote in Baden-Württemberg sind abrufbar unter www.studieninfo-bw.de/index.php?id=1279.

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