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Newsletter 06/2012

Herzlich Willkommen beim Newsletter der Studieninformation Baden-Württemberg

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben für Sie Meldungen des Monats Juni aus den Bereichen Studieninformation, neue Studienangebote, Studium und Hochschulen  zusammen gestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Studieninfo-Team!

Neue Studienangebote

Neuer Studiengang „Wissenschaft – Medien – Kommunikation“ startet am KIT

Eine fächerübergreifend vernetzte Ausbildung in Wissenschaftskommunikation und -journalismus bietet das KIT ab dem kommenden Wintersemester an: Der neue Studiengang „Wissenschaft – Medien – Kommunikation“ umfasst sechs Semester und endet mit dem berufsqualifizierenden Abschluss Bachelor of Arts (B. A.). Dabei lernen die Studierenden, komplexe Sachverhalte aus Naturwissenschaft und Technik für verschiedene Zielgruppen verständlich und anschaulich aufzubereiten und unterschiedliche mediale Kanäle zu nutzen.

In dem neuen Studiengang an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften bildet das KIT sowohl Wissenschaftsjournalisten und -journalistinnen als auch Öffentlichkeitsarbeiter/innen für Forschung und Industrie sowie Kommunikationsberater/innen aus. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Ansprüche an Wissenschaftskommunikateure angesichts des raschen technologischen und medialen Wandels stetig ansteigen.

Bei „Wissenschaft – Medien – Kommunikation“ handelt es sich um einen Querschnittsstudiengang, der Elemente aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern vereint und durch natur- und technikwissenschaftliche Fächer mit frei wählbaren Schwerpunkten ergänzt wird. Die Studierenden erwerben einerseits Kompetenzen in den Fächern Germanistik, Soziologie, Philosophie und Geschichte. Andererseits erlangen sie Kenntnisse in Fächern wie Physik, Biologie oder Informatik und erhalten Einblicke in die aktuelle naturwissenschaftlich-technische Spitzenforschung am KIT. Dazu eignen sie sich journalistische und medienkommunikatorische Grundlagen an. Ab dem Wintersemester 2015/16 wird auf dem Bachelor-Studiengang ein konsekutiver Master-Studiengang aufbauen. Wissenschafts- und Techniktheorie, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsdarstellung bilden zentrale Bestandteile des Studiums. Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester 2012/13 ist der 15. Juli .

Neuer Masterstudiengang Energietechnik in Karlsruhe

Die Energieversorgung der Zukunft benötigt Fachkräfte, die über interdisziplinäres Wissen verfügen – dieses vermittelt der neue Masterstudiengang „Energietechnik“, der zum Wintersemester 2012/13 in Karlsruhe startet und sich an deutsche und ausländische Bachelorabsolventen richtet. Das KIT-Zentrum Energie koordiniert den Studiengang, der eine Säule der Ausbildung an der KIT School of Energy bildet, einer Schule für lebenslanges Lernen für Masterstudierende, Nachwuchswissenschaftler/innen und Berufstätige.

Der Studiengang vermittelt eine umfassende Ausbildung im Themenfeld Energietechnik: Grundlagenmodule vermitteln den Studierenden eine breite ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Außerdem können die angehenden Energieexperten und -expertinnen individuelle Schwerpunkte setzen, etwa im Bereich Erneuerbare Energien und Energiespeicherung, und ihr Fachwissen in interdisziplinären Projekten und Berufspraktika umsetzen. Hinzu kommen Veranstaltungen aus dem Bereich Mathematische Methoden, Modellbildung und Simulation.

Der Masterstudiengang startet zum Wintersemester 2012/2013. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2012. Internationale Studierende, die für ihren Aufenthalt in Deutschland ein Visum benötigen, sollten sich bis 15. Juli bewerben. Weitere Informationen zum Studiengang Energietechnik gibt es unter www.energy.kit.edu/312.php.

Internationaler Technischer Vertrieb: Europäisches Studium mit Doppelabschluss

Die Hochschulen KAHO Sint Lieven aus Gent (Belgien), die Universitesi Stefan Cel Mare aus Suceava (Rumänien), die Université de Lyon 1 (Frankreich), die University of East London (Großbritannien) und die Hochschule Aalen planen ein gemeinsames Doppelabschluss-Studienangebot. Dabei beginnen die Studierenden ihr Studium an einer der genannten Hochschulen, studieren dann zwei Semester bei einer der Projekthochschulen, absolvieren ihr Praxissemester im Ausland und schließen mit der Abschlussarbeit entweder an der Heimathochschule oder aber in einem Industrieunternehmen ab.

Das Projekt läuft im Rahmen des europäischen LLP-Programms Eramus. Dem neuen Studienangebot an der Schnittstelle zwischen Technologie und Management dient der bereits bestehende Aalener Studiengang Internationaler Technischer Vertrieb als Musterbeispiel für die beteiligten europäischen Partnerhochschulen. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts wird das Aalener Studium zum Internationalen technischen Vertriebsexperten entsprechend weiterentwickelt. In spätestens einem Jahr soll das interdisziplinäre Studienprogramm an allen beteiligten Projekthochschulen eingerichtet und startbereit sein.

Der Bachelorstudiengang Liberal Arts and Sciences startet zum Wintersemester 2012/13 am University College Freiburg

Foto: Kunz

Der vierjährige Bachelorstudiengang Liberal Arts and Sciences (LAS) ist das erste grundständige, fächerübergreifende Studienangebot der Universität Freiburg in englischer Sprache. Er startet zum Wintersemester 2012/13 mit bis zu 50 Studierenden. Interessierte können sich bis zum 15. Juli 2012 um einen Studienplatz bewerben.

Die Universität Freiburg hat als bundesweit erste staatliche Hochschule ein University College gegründet. In Zusammenarbeit mit allen elf Fakultäten organisiert das University College Freiburg (UCF) neue, fächerübergreifende Studienangebote und entwickelt Konzepte für forschungs- und problemorientiertes Lernen. Kernstück ist der LAS-Studiengang, der aus vier Teilen besteht: Core (Kern), Major (Hauptfach), Language (Sprachen) und Electives (Wahlbereich). Im Core besuchen alle Studierenden Veranstaltungen zu wissenschaftlicher Methodik und Erkenntnistheorie. Zudem werden Grundfertigkeiten wie Recherche, wissenschaftliches Schreiben oder analytischer Umgang mit Zahlen vermittelt. Weitere Informationen zu Studiengang und Bewerbungsverfahren gibt es unter www.ucf.uni-freiburg.de/las/las_info.

Master Gymnasiales Lehramt - Pilotprojekt wurde ausgeweitet

Mit Mathematik- oder Physik-Bachelor ins Gymnasiale Lehramt: Ein Bachelorabschluss in einem der beiden Fächer ermöglicht ab sofort den Einstieg in einen neuartigen Master, der in vier Semestern für den Beruf als Lehrkraft an Gymnasien qualifiziert. Das Referendariat schließt an den Master an.

Wer mit einem Bachelor in Physik einsteigen möchte, kann Mathematik oder Informatik als Beifach wählen und im Master vertieft studieren. Wer einen Mathematik-Bachelor hat, studiert im Master das Fach Physik als zweites schulisches Hauptfach. Dazu kommen Bildungswissenschaften, Fachdidaktik und 13 Wochen Schulpraxis.

Das vom Land geförderte Pilot-Projekt ist eine Kooperation der Universität Konstanz mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg, Studienort ist Konstanz. Der neue Studiengang kann zum Sommer- oder Wintersemester begonnen werden. Bewerbungsfrist für das Wintersemester ist der 15. August, für das Sommersemester der 15. Februar. Weitere Informationen zum Studiengang unter www.uni-konstanz.de/GLP.

Rund ums Studium

Landtag beschließt Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft und Stärkung der akademischen Weiterbildung

Der Landtag von Baden-Württemberg hat Ende Juni die Wiedereinführung der im Jahr 1977 abgeschafften Verfassten Studierendenschaft beschlossen. „Mit der Einführung der Verfassten Studierendenschaft schaffen wir die gesetzliche Grundlage dafür, dass sich eine demokratisch gewählte Vertretung nachhaltig für die Belange der Studierenden einsetzen kann“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart.

Die Verfasste Studierendenschaft könne sich in Zukunft für die Verbesserung der Studienbedingungen an ihrer Hochschule einbringen und sich als starke Stimme der Studierenden beispielsweise in die Debatte um Verbesserungen der Bologna-Reform einmischen. Sie könne sich zudem genauso um das studentische Leben jenseits des reinen akademischen Betriebs kümmern, betonte die Ministerin. Durch Beratungsleistungen für Studierende, durch musikalische, kulturelle und sportliche Angebote werde die Verfasste Studierendenschaft das Leben an den Hochschulen bereichern. Auch die politische Bildung der Studierenden gehöre künftig zu den Aufgaben der Verfassten Studierendenschaft. Sie müsse dabei jedoch die parteipolitische, religiöse und weltanschauliche Neutralität wahren, so Bauer.

Erstes internetgestütztes Gesetzgebungsverfahren in Baden-Württemberg

Bei der Erarbeitung des Gesetzes wurde von Beginn an der Dialog mit den Studierenden und Hochschulen gesucht, um verschiedene Vorstellungen und Bedürfnisse berücksichtigen zu können. Das Wissenschaftsministerium hat hierzu die erste Online-Beteiligung zu einem Gesetzgebungsverfahren des Landes durchgeführt. Das Internetverfahren lieferte neben den Gesprächen mit Hochschulen und Studierenden und neben den klassischen Anhörungsverfahren viele wichtige Anregungen für das Gesetzesvorhaben.

Akademische Weiterbildung wird gestärkt

Das Gesetz stärkt zugleich die akademische Weiterbildung. So wird der Übergang vom Beruf in die Hochschule erleichtert. Beruflich erworbene Kenntnisse werden zukünftig stärker für ein Studium angerechnet und so ein Zeichen für Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen gesetzt.

Außerdem werden bisherige Kontaktstudien zu Modulstudien weiterentwickelt. Unter Kontaktstudien sind Studienangebote zu verstehen, die – im Sinne des lebenslangen bzw. lebensbegleitenden Lernens – ehemalige Studierende, die sich im Beruf weiterbilden wollen, aber auch Berufspraktiker ohne Hochschulabschluss mit vergleichbarer Qualifikation ansprechen. Für diese Kontaktstudien können zukünftig Leistungspunkte im Sinne einer wissenschaftlichen Währungseinheit vergeben werden, die auf ein späteres Hochschulstudium anrechenbar sind. Kontaktstudien müssen hierbei nicht wie bisher zwingend privatrechtlich ausgestaltet werden, sondern können auch in öffentlich-rechtlicher Form angeboten werden.

Studienplatzsuche leicht gemacht: Im September öffnet wieder die bundesweite Studienplatzbörse

Die offizielle bundesweite Studienplatzbörse von Bund, Ländern und Hochschulen, die unter www.hochschulkompass.de zu finden ist, wird  rechtzeitig zum Wintersemester 2012/13 wieder geöffnet. Voraussichtlich ab dem 1. September informiert die Börse dann wieder über die Studienangebote aller deutscher Hochschulen.

Seit dem 1. Mai 2012 ist die bundesweite Online-Studienplatzbörse nicht mehr verfügbar. Denn mit Beginn der Vorlesungszeit hat die Börse ihre Aufgabe erledigt und daher ihre Pforten geschlossen. Rechtzeitig zum Wintersemester 2012/13 wird sie aber wieder über www.hochschulkompass.de bzw. www.freie-studienplaetze.de erreichbar sein.

Über die Studienplatzbörse können bundesweit an allen Hochschulen Studienangebote gesucht und gefunden werden, in denen es wenige Wochen vor Semesterbeginn noch freie Studienplätze gibt. Die Informationen über die Studiengänge sind tagesaktuell und werden von den Hochschulen selbst eingetragen und gepflegt. Örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge werden von den Hochschulen dann in die Studienplatzbörse eingetragen, wenn die Plätze im „normalen“ Vergabeverfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge nicht vollständig vergeben wurden und die Bewerbungsfrist für ein neues Vergabeverfahren („Losverfahren“) läuft. Bis zum Ende der angegebenen Bewerbungsfrist können sich Studieninteressierte an den jeweiligen Hochschulen für ihren Studiengang bewerben.

Hochschulen

Die forschungsstärksten Hochschulen im Land: Die Unis Tübingen, Konstanz und Heidelberg dürfen sich Elite-Unis nennen

In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder sind Mitte Juni die Entscheidungen getroffen worden. Bis 2017 dürfen sich bundesweit elf Unis mit dem Titel Elite-Uni schmücken: Dies sind zum einen die Aufsteiger Tübingen, die HU Berlin, die Universitäten Bremen, Köln und die TU Dresden, zum anderen die Titelverteidiger Konstanz, Heidelberg, die LMU und TU in München, die FU Berlin sowie die RWTH Aachen.

Bundesweit hat es bisher neun Elite-Unis gegeben. Seit der jüngsten Entscheidung des Bewilligungsausschusses – bestehend aus der gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des  Wissenschaftsrates sowie den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder – dürfen sich nun elf Universitäten mit dem begehrten Titel schmücken. Aus Baden-Württemberg konnten sich die Universitäten Tübingen, Konstanz und Heidelberg behaupten.

Insgesamt gibt es im Rahmen der Exzellenzinitiative drei Förderlinien: Dabei geht es zum einen um Promotionsprogramme (Graduiertenschulen), zweitens um fachübergreifende Forschungsprojekte (Exzellenzcluster) und drittens um Zukunftskonzepte der Universität selbst. Nur wer in den ersten beiden Förderlinien erfolgreich ist und dort jeweils auch den Zuschlag für mindestens ein Projekt bekommt, hat die Chance, auch sein Zukunftskonzept zu realisieren und damit den Titel der Elite-Universität zu ergattern.

Mit 22 Anträgen erfolgreich

Die Universitäten aus Baden-Württemberg waren mit insgesamt 30 Vorhaben in die Endrunde der Exzellenzinitiative gegangen. Drei davon erhielten den Titel Elite-Uni, fünf weitere waren mit insgesamt sieben Exzellenzclustern und zwölf Graduiertenschulen erfolgreich. Damit konnte Baden-Württemberg insgesamt 22 Anträge durchsetzen.

Über dieses Ergebnis zeigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hoch erfreut. „Baden-Württemberg bleibt das mit Abstand erfolgreichste Land bei der Exzellenzinitiative“, sagte Ministerpräsident Kretschmann. Die Universitäten Heidelberg, Konstanz und Tübingen, so Kretschmann weiter, hätten in allen drei Säulen des Wettbewerbs – Exzellenzcluster, Graduiertenschule und Zukunftskonzept – positive Bewertungen erhalten. „Sie haben gezeigt, dass sie in Forschung, Lehre und Verwaltung exzellent aufgestellt sind, und im nationalen und internationalen Wissenschaftswettbewerb ganz vorn mitspielen.“ Sehr erfreulich sei es, dass es der Universität Tübingen gelungen sei, neu in die Gruppe der Universitäten mit einem erfolgreichen Zukunftskonzept aufzusteigen.

Schmerzlich für Baden-Württemberg sei aber, so Ministerin Bauer, dass die Universität Freiburg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ihren Titel „Exzellenz-Universität“ nicht hätten behaupten können. „Risiko liegt aber im Wesen des Wettbewerbs. Es war deshalb auch klar, dass es in der laufenden Förderrunde auch Veränderungen geben würde“, sagte die Ministerin. Gleichwohl dürften nun keine Exzellenzbaustellen zurückbleiben. „Die positiven Wirkungen der Exzellenzinitiative dürfen nach ihrem Auslaufen nicht verpuffen, sondern müssen nachhaltig bleiben. Wir wollen den zahlreichen Vorhaben, die im Zuge der Exzellenzinitiative auf den Weg gebracht wurden, auch für die Zeit danach eine gute Perspektive geben.“

Förderung der Spitzenforschung

Die Exzellenzinitiative zur Förderung der universitären Spitzenforschung wurde 2005 von Bund und Ländern gemeinsam beschlossen. Sie zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern. Damit sollen der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert und Spitzenleistungen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar gemacht werden. Die Exzellenzinitiative wird von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft gemeinsam durchgeführt und von Bund und Ländern finanziert.

50 Jahre Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg

Mit einer Jubiläumsfeier haben die Landesregierung und die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen Ende Juni das 50-jährige Bestehen der Hochschulen im Schloss Ludwigsburg gewürdigt. Dort waren am 29. Mai 1962 die Pädagogischen Hochschulen mit einem feierlichen Akt gegründet worden.

„Die Pädagogischen Hochschulen sind ein wichtiger Bestandteil der differenzierten Bildungslandschaft in Baden-Württemberg. Sie haben eine ganz besondere Verantwortung bei der Ausbildung junger Menschen zu eigenverantwortlich denkenden und handelnden Persönlichkeiten. Eine gute, vor allem eine schülerbezogene Lehrerbildung ist das A und O für gute Schulen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann während des Festakts.

Die Studierenden an den Pädagogischen Hochschulen müssten gesellschaftliche Entwicklungen in ihrer Relevanz für die schulische Bildung erkennen; in diesem Sinne solle die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Land weiterentwickelt werden. „Lehrerinnen und Lehrer tragen viel Verantwortung und machen einen tollen Job – in allen Schularten. Ihre Ausbildung muss auf der Höhe der Zeit sein, um weiterhin ein gleichbleibend hohes Niveau im Unterricht sicherstellen zu können und um die jungen Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus und Erfahrungswelten gleichermaßen erfolgreich auf Berufsleben und Hochschulen vorzubereiten“, so der Ministerpräsident.

Inklusion steht im Vordergrund

Bewährt habe sich hierbei die Selbständigkeit der Pädagogischen Hochschulen, ergänzte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Die besondere Bedeutung der Pädagogischen Hochschulen besteht darin, dass sie sich auf schulpraktische, pädagogische und didaktische Anforderungen an die Lehrerschaft fokussieren können“, sagte Bauer. Wegweisend sei dabei heute ein Ansatz, bei dem das Thema „Inklusion“ wesentlich stärker im Vordergrund stehe. Schulklassen seien heutzutage sehr heterogen zusammengesetzt, darauf müsse man angehende Lehrerinnen und Lehrer vorbereiten. Kinder und Jugendliche in ihrer Individualität wahrzunehmen und zu fördern, sei die Aufgabe inklusiver Pädagogik. Um Studierenden diese Fähigkeiten zu vermitteln, müssten die Stärken der Universitäten in der fachwissenschaftlichen Ausbildung mehr als bisher mit den Stärken der Pädagogischen Hochschulen in der pädagogisch-didaktischen Ausbildung verbunden werden.

Als einziges Bundesland hält Baden-Württemberg für die Lehrerbildung eine eigenständige Hochschulart vor. Zu den Aufgaben der sechs Pädagogischen Hochschulen an den heutigen Standorten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten zählt in erster Linie die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Grund-, Haupt-, (Werk-) Realschulbereich, in der Sonderpädagogik und seit einigen Jahren auch zunehmend im Bereich der beruflichen Schulen. An den sechs Pädagogischen Hochschulen studierten zum Wintersemester 2011/12 laut Statistischem Landesamt insgesamt rund 22.500 Studierende. Das entspricht einem Anteil von 7,4 Prozent aller Studierenden in Baden-Württemberg. Weitere Informationen online unter www.ph-bw.de.

Forschungsprojekt zur Verbesserung des Selbststudiums gestartet

Mit dem Projekt „OPTES“ (Optimierung der Selbststudiumsphase) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe soll die Fähigkeit der Studierenden zum Selbststudium, insbesondere in mathematischen Grundlagenfächern, verbessert werden. Ziel ist, die Chance auf einen erfolgreichen Studienabschluss zu erhöhen.

Hilfe für Studienanfänger mit Problemen in Mathematik

Viele Studierende der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) scheitern bereits in den ersten Semestern an den Herausforderungen in der Mathematik. Dies soll sich ändern. Dafür entwickeln die Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der ILIAS open source e-Learning e.V. und  der Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) und München Methoden und Werkzeuge zur Verbesserung des Selbststudiums, die dem Studienanfänger helfen sollen, Defizite in den mathematischen Kenntnissen noch vor Studienbeginn zu beheben.

Einsatz von Mentoren

Unterstützt werden die Studienbewerber und -anfänger im Rahmen des OPTES-Projekts durch Mentoren. Diese sind in der Regel Studierende höheren Semesters, sie betreuen jeweils Gruppen von vier bis fünf Mentees. Ihre Aufgabe besteht darin, fachübergreifende Kompetenzen – auch in der Organisation des Selbststudiums – aufzubauen und so selbstgesteuertes Lernen erfahrbar zu machen. Sie beraten beispielsweise bei der Nutzung der Online-Lernplattform, strukturieren den Lernprozess und organisieren und leiten Mentorensitzungen. Sie selbst werden durch E-Tutoren (Mitarbeiter, externe Lehrbeauftragte oder Professoren) betreut. Während die Mentoren für ihre Tätigkeit Creditpoints erhalten, werden die E-Tutoren finanziell entlohnt. Weitere Informationen gibt es unter www.optes.de.

HfWU: International Automotive Business

Zum kommenden Wintersemester bietet die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) den neuen Studienabschluss International Automotive Business (B. A.) an. Das eigens für diesen Studienabschluss konzipierte Programm basiert auf dem bereits etablierten automobilwirtschaftlichen Bachelor-Studiengang, der ein Vertiefungsstudium entweder im Automobilmarketing oder -handel ermöglicht.

Für den Studienabschluss „International Automotive Business“ müssen die Studierenden mindestens ein Studiensemester an einer fremdsprachigen Partnerhochschule im Ausland absolvieren. Dazu kommt ein Praxissemester in einem ausländischen Unternehmen. Im Vertiefungsstudium nehmen die Studierenden an den englischsprachigen Ergänzungsmodulen „International Management“ teil. Die Bachelorarbeit müssen die Studierenden dann mit einem internationalen Bezug in englischer Sprache verfassen.

Bewerbungsschluss für alle automobilwirtschaftlichen Bachelor- und Master-Programme zum Wintersemester 2012/13 ist der 15. Juli 2012. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der HfWU.

Lehrgang zum „Zertifiziert Datenschutzbeauftragten“ an der WBA

Seit 2009 bietet die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen (WBA) berufsbegleitende Bachelorstudiengänge an. Ab September 2012 wird das Angebot durch neue Seminare und Fortbildungen erweitert. Vom 17. bis 20. September 2012 findet erstmals das Seminar zum „Zertifizierten Datenschutzbeauftragten (Hochschule Aalen)“ statt, das die WBA gemeinsam mit der Hochschule Aalen und den Kooperationspartnern ifdas, Stuttgart und Grid eG, Hamburg bundesweit anbietet. Die Fortbildung richtet sich an bereits praxiserprobte Datenschutzbeauftragte mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung, die ihr Wissen in den Bereichen Datenschutzrecht, organisatorischer Datenschutz und IT-Sicherheit aktualisieren und erweitern möchten.

Hochschule der Medien verstärkt die Hochschulföderation SüdWest

Die Hochschule der Medien (HdM) verstärkt die Hochschulföderation SüdWest, die im April 2012 gegründet wurde. Sie vernetzt sich mit den Hochschulen Aalen, Esslingen, Heilbronn, Mannheim und Ravensburg-Weingarten, um Synergien zu nutzen und das Profil der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zu stärken.

In der HfSW gehen die Mitgliedshochschulen Aufgaben an, die gemeinsam besser gelöst werden können oder die Möglichkeiten und Potenziale einer einzelnen Hochschule übersteigen. Arbeitsgruppen aus den Bereichen Forschung, Lehre, Internationalisierung, Qualität oder IT arbeiten bereits an ersten Projekten, etwa am Aufbau des SüdWest-Instituts für Forschung oder an gemeinsamen Weiterbildungsaktivitäten. Auch die Systemakkreditierung oder die Struktur- und Entwicklungsplanung zählen dazu.

Landesforschungspreis für Peter Sanders (Karlsruhe) und Peter Auer (Freiburg)

Professor Dr. Peter Sanders vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Professor Dr. Peter Auer vom Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) erhalten im Juli den Landesforschungspreis 2011. Dies gab Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Anfang Juni bekannt. Die Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung ist mit je 100.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festakts am 20. Juli 2012 in der Aula der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt.

„Die exzellenten Forschungsergebnisse unserer baden-württembergischen Wissenschaftler finden weltweit Anerkennung und bereiten oftmals bahnbrechende Innovationen vor. Baden-Württemberg hat hier ein enormes Potenzial – unsere Spitzenforschung ist und bleibt eine tragende Säule für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort“, sagte Theresia Bauer. „Ich beglückwünsche die beiden Preisträger zu ihren herausragenden Leistungen und freue mich, dass sie die mehr als 20-jährige Tradition des Landesforschungspreises fortschreiben.“

Fortgeschrittene Routenplanung durch Algorithm Engineering

Den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung erhält Professor Dr. Peter Sanders. Er wird für seinen Beitrag zum „Algorithm Engineering“ ausgezeichnet, mit dem sich Reiserouten bis zu einer Million Mal schneller berechnen lassen als mit bisherigen Verfahren. Mit seiner Methode kann Sanders in Bruchteilen von Sekunden einen optimalen Weg bestimmen, sodass die Kalkulation schon fertig ist, bevor der Anwender überhaupt merkt, dass sie begonnen hat. Um nicht nur die Reisezeit, sondern auch eine komplette Beschreibung der Route zu ermitteln, werden durchschnittlich 0,00015 Sekunden benötigt. Die Effizienz und Einfachheit des Verfahrens ermöglichen zukünftig eine „fortgeschrittene Routenplanung“. Neben den klassischen Faktoren Zeit oder Streckenlänge können dabei auch Größen wie der Spritverbrauch, die Fahrzeugabnutzung oder anfallende Mautgebühren berücksichtigt werden. Der Suchmaschinenkonzern Google hat Sanders für seine Arbeit bereits dreimal einen Research Award gestiftet. Inzwischen werden die Algorithmen von der Industrie immer breiter eingesetzt. „Wir verstehen uns als Lieferanten eines leistungsfähigen Berechnungsverfahrens“, erläutert Sanders. „Daher haben wir das Verfahren auch nicht patentieren lassen. Die anwendungsbezogene und grafische Umsetzung überlassen wir den Unternehmen.“

Dialektale Merkmale statt alte Dialekte

Professor Dr. Peter Auer wird mit dem Landesforschungspreis für Grundlagenforschung ausgezeichnet. Prämiert wird der Wissenschaftler für seine Arbeiten zur Sprache im Raum. Hier untersucht er vor allem, wie sich die regionalen Unterschiede im Deutschen im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung verändern. „Der geografische Raum und die Sprache hängen immer weniger zusammen“, erklärt Auer. Die gestiegene Mobilität der Menschen habe dazu geführt, dass die Beziehung Sprache - Mensch - Raum immer schwächer geworden sei. Eine der Leitfragen des Forschers der Universität Freiburg ist daher die nach der Stärke des „geografischen Signals“ in der heutigen Alltagssprache. Dieses nimmt innerhalb des deutschen Sprachraums, aber auch in den meisten anderen europäischen Ländern immer mehr ab. Damit verschwindet die Sprache des Raumes, so die These. Die Forschungen von Auer haben ergeben, dass statt der alten Dialekte oftmals nur noch einzelne dialektale Merkmale – oder einzelne dialektale Wörter – verwendet werden, um die großregionale  Zugehörigkeit zu signalisieren. Die Angst, dass Dialektverwendung die Ursache für geringere Bildungschancen sein könnte, hält Auer für unbegründet, wie nicht zuletzt das Beispiel der deutschsprachigen Schweiz zeige. Allerdings sei die Heranführung an die Schriftsprache eine Grundvoraussetzung für eine bessere Bildung. „Grundsätzlich reicht es aber nicht aus, einfach mit den Kindern deutsch zu sprechen, um die Voraussetzung für erfolgreiche Bildungskarrieren zu schaffen“, betont Auer. Für die Vermittlung schriftsprachlicher Kompetenzen ist aus seiner Sicht eine bessere Ausbildung von Erziehern und Grundschullehrern notwendig. Dafür sei zum Beispiel eine analytische Auseinandersetzung mit den Grundregeln der Orthographie Voraussetzung.

Der Landesforschungspreis Baden-Württemberg ist mit insgesamt 200.000 Euro der höchstdotierte Forschungspreis eines Landes. Er wird für Projekte in der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung vergeben. Das Spektrum der Preisträger reicht von Biologie über Ingenieurwissenschaften bis zu Geschichte und Rechtswissenschaften.

Studieninformation an (Hoch-)Schulen

Infoveranstaltungen für Studieninteressierte in Aalen

Der Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2012/13 endet am  15. Juli 2012. Die Hochschule Aalen bietet deshalb allen Unentschlossenen Orientierungshilfen an:  Am Dienstag, 3. Juli, findet zwischen 10 bis 15 Uhr der Orientierungstag des Studienangebots Technikkommunikation statt. Info und Anmeldung unter www.htw-aalen.de/orientierungstag.

Am Mittwoch, 4. Juli, informiert die Hochschule über die berufsbegleitenden Bachelor-Studiengänge der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen (WBA). Dort werden die Bachelor-Studiengänge Maschinenbau, Mechatronik und Betriebswirtschaftslehre in einem berufsbegleitenden Präsenzstudium angeboten. Interessierte können sich bei der Informationsveranstaltung über die Studieninhalte und die besondere Struktur des Studiums informieren. Im Anschluss daran besteht bei Bedarf die Möglichkeit individuelle Fragen zu klären. Weitere Informationen gibt es unter www.wba-aalen.de. Die Informationsveranstaltungen finden ab 17:30 Uhr auf dem Burren (Anton-Huber-Str.) an der Hochschule Aalen statt. Interessierte des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre treffen sich im Gebäude G2, Raum 0.01, Treffpunkt für die Informationsveranstaltung für Maschinenbau/ Mechatronik ist im Gebäude G2, Raum 0.21.

Veranstaltungskalender

Studieninformations- und Beratungsangebote in Baden-Württemberg abrufbar unter www.studieninfo-bw.de/index.php?id=1279.

 

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