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Newsletter 05/2012

Herzlich Willkommen beim Newsletter der Studieninformation Baden-Württemberg

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben für Sie Meldungen des Monats Mai aus den Bereichen Studieninformation, neue Studienangebote, Studium und Hochschulen  zusammen gestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Studieninfo-Team!

Neue Studienangebote

Neuer berufsbegleitender Studiengang „Angewandte Pflegewissenschaften“

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart bietet ab Oktober 2012 den neuen berufsbegleitenden Studiengang Angewandte Pflegewissenschaften an. Dieser wird im Rahmen des Projekts „OPEN – OPen Education in Nursing“ konzipiert und implementiert, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

OPEN zielt darauf ab, einen bedarfsgerechten Studiengang in der Pflege zu konzipieren und einzurichten, der sich explizit an bereits beruflich Qualifizierte richtet und dem Weiterbildungsbedarf der Krankenhäuser entspricht. Verschiedene baden-württembergische Einrichtungen beteiligen sich und entsenden die ersten Studierenden. Natürlich soll das Angebot aber auch weiteren Kliniken und Pflegeeinrichtungen offenstehen. Der erste Kurs von Studierenden soll im Herbst 2012 starten.

Ein besonderes Merkmal dieses Projektes ist, dass neben der an der DHBW Stuttgart bereits vorhandenen Expertise im Bereich der Pflegewissenschaften vor allem auch das Wissen und die praktische Erfahrung der Dualen Partner – also der ausbildenden Kliniken – in die Konzeption des Studiengangs einbezogen wird. Ein wichtiges Element von OPEN ist die wissenschaftliche Begleitung während der gesamten Projektlaufzeit. Dabei wird ein auf die unterschiedlichen Qualitätsansprüche der verschiedenen Zielgruppen (z.B. Studierende, Praxispartner) bezogenes Evaluationskonzept entwickelt und angewandt. Außerdem werden Experteninterviews mit Praktikern durchgeführt. Mittels der so genannten Delphi-Methode wird die von Experten erwartete Entwicklung im Pflegebereich für die kommenden Jahre abgebildet und anschließend im Curriculum verankert. Das Projekt wird außerdem von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet, dem Expertinnen und Experten aus Gremien, Verbänden und Kliniken angehören.

Neuer Maschinenbau- Studiengang im Bereich Materialwissenschaften und erweitertes Studienangebot im Studiengang Elektrotechnik an der Hochschule Aalen

Vom Wintersemester 2012/13 an bietet die Hochschule Aalen den Studiengang „Maschinenbau / Neue Materialien“ an. Das Bachelorstudium vermittelt solide ingenieurswissenschaftliche Grundlagen und setzt außerdem einen Schwerpunkt auf innovative Werkstoffe und Oberflächen.

 

In dieser interdisziplinären Studienrichtung erwerben die Studierenden, neben Basiswissen in Naturwissenschaft und Technik, auch Kenntnisse in aktuellen Zukunftsfächern. Die Herstellung und Charakterisierung neuer und etablierter Werkstoffe, Kenntnisse über Schadensursachen, Methoden der Qualitätssicherung und -optimierung sowie Projektmanagement vervollständigen das Studiengangprofil. Anwendungsgebiete sind unter anderem nachhaltige Mobilität oder Energieversorgung, Antriebstechnik oder verschiedene Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus. Der Bachelor-Studiengang wird im Winter- und Sommersemester angeboten. Weitere Infos gibt es unter: www.hochschule-aalen.de/mb.

 

Ebenfalls zum Wintersemester 2012/13 startet der neu strukturierte Studiengang Elektrotechnik mit einem erweiterten Studienangebot und der neuen Vertiefungsrichtung „Erneuerbare Energien“. Dabei geht es vor allem um die Themen Energieerzeugung, Energieübertragung, Energiewirtschaft und Elektromobilität.

Berufsbegleitender Master Maschinenbau / Simulation und Validierung

Ab kommenden Herbst bietet die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen (WBA) – neben den drei Bachelor-Studiengängen in Allgemeinem Maschinenbau, Mechatronik und Betriebswirtschaftslehre – den berufsbegleitenden Master-Studiengang „Maschinenbau/Simulation und Validierung“ an. Das Studienkonzept der WBA richtet sich vor allem an beruflich Qualifizierte, die in Ihren Unternehmen fest verwurzelt sind. Momentan studieren knapp 100 Berufstätige an der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.wba-aalen.de/master-master-maschinenbau.html.

Rund ums Studium

Historisch hohe Studierendenzahlen in Baden-Württemberg

Die Zahl der Studierenden im Land hat mit mehr als 300.000 im Wintersemester 2011/12 ein Rekordhoch erreicht. Um den Ansturm auf die Hochschulen zu bewältigen, stellt Baden-Württemberg für das Studienjahr 2012/13 zusätzlich 22.500 Anfängerplätze bereit. Damit sollen faire Chancen auf Wunschstudienplätze für die Schulabsolventen und -absolventinnen des doppelten Abiturjahrgangs geschaffen werden.

„Es ist gut, wenn sich mehr junge Menschen für ein Studium entscheiden. Das wird unserem Land Impulse für noch mehr Kreativität und Innovation geben“, sagte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, Ende Mai in Stuttgart bei der Vorstellung der endgültigen Angaben über die Studierendenzahlen zum Wintersemester 2011/12 durch das Statistische Landesamt. „Mit dem zügigen Engagement des Landes konnten die Hochschulen den Ansturm zum letzten Wintersemester gut bewältigen. Und auch dem doppelten Abiturjahrgang, den Studienanfängerinnen und -anfängern des kommenden Wintersemesters 2012/13 werden wir gute Studienbedingungen und faire Chancen auf ihre Wunschstudienplätze bieten“.

Erstmals studierten über 300.000 Studierende in Baden-Württemberg. Dies seien 49 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren und auch gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um sechs Prozent. Die Zahl der Studienanfänger zum Wintersemester 2011/12 sei um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Studienanfängerzahlen seien damit um 66 Prozent höher als noch vor zehn Jahren.

Land unterstützt Hochschulen

Mit unverzüglichem und entschlossenem Handeln habe das Land die Hochschulen in die Lage versetzt, auf den Ansturm zu reagieren und diesen gut zu bewältigen, so die Ministerin. „Bereits im letzten Sommer haben wir beschlossen, das Ausbauziel im Jahr 2012 von seinerzeit 20.000, von der alten Landesregierung vorgesehenen, zusätzlichen Anfängerplätzen auf bis zu 22.000 zusätzliche Anfängerplätze zu erhöhen. Aufgrund der hohen Studiennachfrage werden wir zum Wintersemester 2012/13 nun 22.500 Studienanfängerplätze zur Verfügung stellen können. Die letzten 3.300 Plätze, die wir als flexible Ausbaureserve für das Studienjahr 2012/13 bereit halten, sind mittlerweile auf die Hochschulen verteilt worden.“ Nach wie vor stehe auch ein Sonderfonds in Höhe von 5,3 Millionen Euro für Überlasten zur Verfügung. Hieraus sei bereits mit 2,1 Millionen Euro insbesondere die Situation überlasteter Querschnittsbereiche an den Universitäten verbessert worden, sagte Ministerin Bauer. „Ich gehe davon aus, dass wir mit diesem Engagement auch die weiter steigende Nachfrage durch den doppelten Abiturjahrgang zum Studienjahr 2012/13 werden befriedigen können.“  

Gewährleistung der Unterbringung

„Wir haben zudem mit dem Unterbringungsprogramm für die Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaft sowie den Mietprogrammen für die Duale Hochschule der Tatsache Rechnung getragen, dass mit dem weiteren Ausbau der Studienanfängerplätze im Rahmen des Ausbauprogramms ‘Hochschule 2012’ auch die räumliche Unterbringung gewährleistet werden kann. Im Zeitraum von 2012 bis 2017 werden deshalb Mittel in Höhe von insgesamt rund 182 Millionen Euro zur Verfügung gestellt“, betonte Bauer. Hieraus stünden insgesamt 34 Millionen Euro für die Schaffung von Seminar- und Praktikumsräumen sowie studentischen Arbeitsplätzen an den Universitäten, insgesamt 76 Millionen Euro für Umbauten, Neubauten und Anmietungen bei den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und ab 2013 jährlich 10 Millionen Euro für Anmietungen durch die Duale Hochschule zur Verfügung.  

An allen Hochschulstandorten in Baden-Württemberg liefen die Planungen und Mietvertragsverhandlungen auf Hochtouren, um die Unterbringung zum Wintersemester 2012/13 zu gewährleisten. Auch mit der Umsetzung der Baumaßnahmen habe bereits begonnen werden können. Ministerin Bauer: „Auch mit dem Unterbringungsprogramm für alle Hochschularten sind wir bestens aufgestellt, um die steigenden Studierendenzahlen im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs aufnehmen zu können.“

Studienorientierung ist Pflicht – meist mit dem Orientierungstest (OT)

Seit dem vergangenen Wintersemester müssen angehende Studierende in Baden-Württemberg bei der Bewerbung um einen Studienplatz nachweisen, dass sie an einem Orientierungsverfahren zur Unterstützung der Studienwahl teilgenommen haben. Die Regelung gilt für alle grundständigen Studiengänge an Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Pädagogische Hochschulen. Für die allermeisten Studiengänge und Hochschulen können die Studienbewerber diese Pflicht durch den landesweiten Orientierungstest www.was-studiere-ich.de erfüllen.

Passendes Studienfach, weniger Studienabbrecher

Das Land möchte so sicherstellen, dass sich Studienbewerber/innen im Vorfeld ihrer Studienwahl mit Ihren Interessen, Stärken und Fähigkeiten auseinandersetzen, um auf dieser Basis eine fundierte, individuell passende Studienfachwahl treffen zu können. Das obligatorische Verfahren ist also keine lästige Pflicht, sondern vielmehr eine Orientierungshilfe bei der Studienentscheidung. Wer sich gründlich zum Thema Studieren informiert und über die Studienmöglichkeiten orientiert, legt so die Grundlage für ein erfolgreiches Studium und vermindert das Risiko eines Studienabbruchs.

Der Orientierungstest (OT)

Der von Wissenschaftlern im Auftrag von Hochschulen und dem Wissenschaftsministerium entwickelte allgemeine fächerübergreifende Orientierungstest ist ein standardisiertes Frage-Antwort-Verfahren, das dazu dient, Interessen und kognitive Fähigkeiten von Studieninteressierten festzustellen und mit den Anforderungen von Studienfächern und auch Berufen abzugleichen. Der Test kann online unter www.was-studiere-ich.de absolviert und eine Teilnahmebescheinigung sofort ausgedruckt werden. Diese wird der Bewerbung beigelegt und so die Teilnahme an dem obligatorischen Studienorientierungsverfahren nachgewiesen.

Der Test gliedert sich in zwei Teile, einen Interessenteil und einen Fähigkeitsteil. Der Interessenteil kann in rund 15 Minuten absolviert werden; dieser Teil ist – sofern die Hochschulen den Test im Orientierungsverfahren einsetzen – verpflichtend, der zweite Teil bleibt freiwillig.

Am Ende erhalten die Studieninteressierten – und nur diese selbst – eine Auswertung mit Informationen zu ihren Studieninteressen und -fähigkeiten sowie Empfehlungen im Hinblick auf Studiengänge und spätere Berufsmöglichkeiten. Die Hochschulen erhalten lediglich eine formelle Bescheinigung, dass die Bewerber den Test absolviert haben, Ergebnisse und Neigungen sind dort nicht enthalten. Gerade deshalb ist es wichtig, die Angaben zu den Interessen so genau wie möglich zu machen, da dies die fachliche Rückmeldung zur eigenen Studienorientierung optimiert.

Welches Orientierungsverfahren zur Bewerbung an den baden-württembergischen Hochschulen eingesetzt werden kann, entscheiden die Hochschulen selbst. Dies ist auf den Internetseiten der Hochschulen nachzulesen. Der landesweite Orientierungstest (OT) wird allerdings an allen Hochschul-Standorten in Baden-Württemberg akzeptiert und ist als Online-Instrument bundesweit das am häufigsten absolvierte Testverfahren zur Studienorientierung. Ausgenommen von dem verpflichtenden Orientierungsverfahren sind die Kunst- und Musikhochschulen, die eigene fachspezifische Eignungs- bzw. Aufnahmeprüfungen haben, sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg, bei der die Zulassung von einem Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abhängt.

Studienorientierung für das Lehramt

Für künftige Lehramtsstudierende gibt es ein besonderes Verfahren zur Studienorientierung, das unter www.bw-cct.de freigeschaltet ist, den sogenannten „Lehrertest“. Er ist eine besondere Form des Orientierungstests und berücksichtigt die spezifischen Anforderungen an den Lehrerberuf. Der Test ist seit dem Wintersemester 2011/12 für alle Lehramtsstudiengänge verbindlich.

Hochschulen

„Hochschulperle“ des Stifterverbandes geht an Universität Hohenheim

Jeden Monat stellt der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft ein besonders innovatives, beispielhaftes Projekt vor, das in einer Hochschule realisiert wird und präsentiert dieses unter dem Titel „Hochschulperle“. Die „Hochschulperle“ des Monats Mai ging an das Projekt „Seminar-on-Demand“ der Universität Hohenheim. Im Rahmen ihres Weiterbildungsangebotes ermöglicht die Universität den Studierenden, eigene Seminarwünsche zu äußern und damit das Weiterbildungsangebot der Hochschule selbst mitzuprägen.

Das Angebot „Seminar-on-Demand“ ist Teil der Strategie, mit der die Universität Hohenheim ihre Lehre reformiert. Es wird über die F.I.T.-Plattform der Universität organisiert – F.I.T. steht für Fähigkeiten, Interessen, Talente. Dort können Studierende ihre Vorschläge für künftige Seminare einreichen und um Unterstützer werben. Sobald ein Schwellenwert erreicht ist, macht die Universität das Seminar möglich.

Seit Einrichtung der Funktion im Jahr 2011 wurden insgesamt 35 Seminarideen von Studierenden eingereicht, mehr als 1000 Studierende haben über die Seminarvorschläge abgestimmt. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Software-Schulungen wie SAP oder Excel sowie berufspraktische Trainings, etwa zu Gehaltsverhandlungen, die Vermittlung interkultureller Kompetenzen, Bewerbungstrainings oder die Erstellung eines Business-Plans. „Seminar-on-Demand“ im Internet: www.uni-hohenheim.de/dein-seminar

Kooperation: Vier Hochschulen sprechen eine Sprache

Die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM), die Hochschule für Technik, die Akademie der Bildenden Künste und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst haben einen Verbund für Sprachenangelegenheiten (VESPA) gegründet. Dies haben die Rektoren Ende Mai an der HdM besiegelt.

Die Vereinbarung dient als Grundlage für die Zusammenarbeit in der Sprachlehre der vier Stuttgarter Hochschulen, bei deren Umsetzung und Evaluation. Ziel sind einheitliche Strukturen im Sprachenbereich, um die Hochschulen bei ihrer internationalen Ausrichtung zu unterstützen. Damit wollen die Hochschulen der steigenden Nachfrage nach einer gezielten Vorbereitung auf die sprachlichen Anforderungen während der Auslandsphasen und des Berufslebens gerecht werden – auf der Basis international vergleichbarer und anerkannter Sprachnachweise. Dafür stehen bis März 2015 knapp 600.000 Euro zur Verfügung. Zwei Drittel der Summe wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert, ein Drittel steuern die Hochschulen des Verbundes bei.

Die Fremdsprachenausbildung soll für alle so spezifisch wie nötig und so standardisiert wie möglich sein, erläuterten Prof. Rainer Franke, Prof. Dr. Regula Rapp, Prof. Dr. Alexander W. Roos und Petra von Olschowski an der HdM. Man wolle die Sprachlehre von der Planung bis zur Umsetzung gemeinsam angehen und so einen Beitrag zur Internationalisierung der Hochschulen leisten. Studierenden, Professoren und Mitarbeitern stehen künftig nicht mehr nur die Sprachangebote der eigenen Hochschule offen, sondern auch die der Partner. Zu den Angeboten zählen unter anderem Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Wissenschaftssprache, Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Japanisch, Französisch, Schwedisch oder Russisch. Ein Online-Sprachtraining für Englisch und Spanisch sowie für Deutsch als Fremdsprache ergänzt das Spektrum. Dozenten können sich beispielsweise über gemeinsame Lehrprojekte oder die Entwicklung von Lehrmaterialien austauschen, etwa im E-Learning-Bereich.

Studenten der Filmakademie als Übermorgenmacher geehrt

Martin Katic, Pascal Nothdurft und Márk Szilágy, Studenten der Filmakademie in Ludwigsburg, sind Ende Mai von Jürgen Walter, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, im Rahmen einer Veranstaltung in Ludwigsburg für ihr innovatives Filmprojekt „Minotauros - User Generated Cinema“ als „Übermorgenmacher“ ausgezeichnet worden. Die drei Preisträger hatten sich in dem Wettbewerb „Die Übermorgenmacher“, den das Land zusammen mit dem Südwestrundfunk durchgeführt hatte, gegen rund 500 Konkurrenten durchgesetzt.

Ziel des Sieger-Filmprojekts der Studierenden aus Ludwigsburg ist es, das Potenzial und Wissen möglichst vieler Teilnehmer zu einem gemeinsamen kreativen Prozess zusammenzuführen. In einem Online-Pool werden dabei Ideen und Beiträge aus den verschiedenen Bereichen gesammelt, die die Grundlage für die Erstellung von Kinofilmen bilden. Staatssekretär Jürgen Walter: „Im Filmbereich gab es bislang ein derartiges kollektives open-source-Projekt noch nicht. Die Idee eröffnet ungeheuren kreativen Spielraum und stellt einmal mehr die Innovationskraft der Filmakademie in Ludwigsburg unter Beweis.“ 

Das Projekt wird durch die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gefördert und vom Institut für Medienforschung der Universität Siegen wissenschaftlich begleitet. Als Dreingabe zur Auszeichnung hat das Staatsministerium seine Unterstützung bei der Vermarktung des Projekts zugesagt. 

Im Rahmen des von der Landesregierung aus Anlass des 60-jährigen Landesjubiläums lancierten Projekts „Die Übermorgenmacher“ konnten sich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit innovativen Projekten und fortschrittlichen Ideen bewerben, die dazu beitragen, das Baden-Württemberg von übermorgen zu gestalten. Unter mehr als 500 Einsendungen hat eine hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Staatsrätin Gisela Erler 60 Gewinner ausgewählt. Diese erhalten die Gelegenheit im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung an ihrem Heimatort oder einem anderen geeigneten Ort, ihr Projekt öffentlich vorzustellen. Zudem dürfen sich alle Übermorgenmacher vom Land etwas wünschen. Voraussetzung ist, dass der Wunsch in Beziehung zu dem Projekt des Übermorgenmachers steht und nicht mehr als 1.000 Euro kostet.

Zweisprachiges Chemiestudium

Seit 2010 studieren junge Menschen aus Deutschland und Frankreich zusammen den Bachelorstudiengang Regio Chimica. Dabei eignen sie sich nicht nur Kenntnisse in Chemie, sondern auch in Kultur, Politik und Gesellschaft der Region am Oberrhein an. Noch bis zum 30. Juni 2012 können sich Interessierte für den Studiengang bewerben.

Das erste Jahr des Studiums findet in Mulhouse an der Université de Haute Alsace/École Nationale de Chimie de Mulhouse statt, das zweite Jahr an der Universität Freiburg, das dritte Jahr wahlweise in Mulhouse oder in Freiburg. Im dritten Studienjahr stehen Praktika in universitären Forschungseinrichtungen oder in Industrieunternehmen der Oberrheinregion auf dem Programm. Nach Abschluss des Studiums erhalten die Studierenden ein Doppeldiplom. Es ermöglicht ihnen die Teilnahme an weiterführenden Studiengängen, zum Beispiel dem Master of Science in Freiburg oder Mulhouse oder einen Ingenieursabschluss an der Grande École in Mulhouse oder an anderen ausgewählten französischen Ingenieursschulen.

Das Einzigartige am Chemie-Studiengang: Interkulturelle Module vermitteln den Studierenden Kompetenzen und Kenntnisse der politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Strukturen der drei Länder Frankreich, Deutschland und Schweiz. Die Studierenden befassen sich neben der Chemie und Nebenfächern wie Physik, Informatik, Mathematik, Biowissenschaften und wissenschaftlichen Kommunikationstechniken ebenfalls mit Unternehmensmanagement, Verwaltung, Recht und Wirtschaft. Die Lehrveranstaltungen finden in deutscher und französischer Sprache statt. Englischkurse ergänzen das Studienprogramm. Der Studiengang bietet den Absolventinnen und Absolventen neben dem klassischen Berufseinstieg in der chemischen und pharmazeutischen Industrie die Möglichkeit, im Bereich Management und grenzüberschreitender Kooperation zu arbeiten.

Der Studiengang Regio Chimica ist zulassungsbeschränkt. Voraussetzung für eine Bewerbung sind neben der Hochschulzugangsberechtigung Interesse an Naturwissenschaften und mindestens das europäische Sprachniveau B1 in Französisch, Deutsch und Englisch. Der Studiengang wird von der Deutsch-Französischen Hochschule und dem europäischen Programm Interreg IV gefördert, dessen Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union stammen.

Weitere Informationen unter: www.regiochimica.uni-freiburg.de

KIT ermöglicht leichteren Einstieg für Studieninteressierte aus China

Mehr als 600 Studentinnen und Studenten aus China sind am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingeschrieben. Damit sind sie die größte Gruppe ausländischer Studierender. Sehr guten Studieninteressierten ermöglicht das KIT ab sofort mit einem eigenen Auswahlverfahren am Beijing Institute of Technology (BIT) den direkten Einstieg ins Studium. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben KIT-Präsident Professor Horst Hippler und Zhao Changlu, der am BIT für die Außenbeziehungen verantwortlich ist, Ende April in Karlsruhe unterzeichnet. Die erste Auswahlprüfung findet im Juli statt.

Das Auswahlverfahren umfasst schriftliche Prüfungen in Mathematik, Physik und Deutsch, sofern kein zum Studium berechtigender Deutschabschluss vorliegt, sowie im Wahlfach Chemie oder Informatik. Als Vorbereitung bietet die am BIT angesiedelte Auswahlstelle Online-Kurse an, die Studieninteressierte bereits während der Schulzeit in den Fächern Physik, Chemie und Informatik absolvieren können. Darüber hinaus gibt es einen vierwöchigen Kompaktkurs, der unmittelbar nach den chinesischen Schulabschlussprüfungen von Mitte Juni bis Mitte Juli stattfindet. Die Ergebnisse der Auswahlprüfung entscheiden dann darüber, ob ein Bewerber direkt, sofern verfügbar, einen Studienplatz im gewünschten Fach erhält, neben dem Studium Kurse im MINT-Kolleg des KIT belegen muss, einen Platz im Studienkolleg erhält oder nicht am KIT aufgenommen wird.

Bislang mussten Studienbewerber aus China – wie alle ausländischen Bewerberinnen und Bewerber ohne Hochschulzulassung in Deutschland – zunächst ein zweisemestriges Kursprogramm am Studienkolleg des KIT absolvieren und eine Feststellungsprüfung ablegen. Mit dem neuen Auswahlverfahren in Peking will das KIT guten Studierenden einen einfacheren Einstieg oder sogar den direkten Start in das Fachstudium ermöglichen. Nähere Informationen gibt es unter: www.bitdsz.com

Sportstipendien an der Uni Mannheim

Bereits seit 2009 werden an der Universität Mannheim Spitzensportlerinnen und Spitzensportler mit dem Mannheimer Sportstipendium unterstützt. Zu verdanken ist dies der finanziellen Förderung durch den Unternehmer und früheren Hockey-Profi Klaus Greinert und seine Familie. Nun unterzeichneten der Mäzen und Uni-Rektor Prof. Dr. Hans-Wolfgang Arndt einen Kooperationsvertrag, der die Finanzierung des Programms für weitere fünf Jahre sichert. Damit können jährlich zwölf neue Stipendien vergeben werden.

Neben einer materiellen Förderung umfasst das Stipendium auch eine intensive persönliche Betreuung durch eine eigens dafür geschaffene Koordinierungsstelle. Diese unterstützt bei der Koordination von Studium und Spitzensport, so dass beispielweise Wettkampf- und Trainingstermine mittels Sonderstudienplänen besser abgestimmt werden können.

Die Zahl der in Mannheim studierenden Spitzensportler hat sich seit Beginn des Programms von zunächst acht auf derzeit 31 erhöht. Die Geförderten sind Spitzensportler in den verschiedensten Bereichen: Kristin Behr, die BWL studiert, ist Deutsche Juniorenmeisterin im Fechten. Lisa Hattemer, ebenfalls BWL-Studentin, war 2009 und 2010 Europameisterin im Kunstradfahren. Der VWL-Student Yannick Roggatz ist Deutscher Jugend-Hallen-Meister 2010 im Weitsprung. Die anderen Stipendiaten sind erfolgreich im Handball, im Speerwurf, beim Rugby, beim Sportkegeln, mit dem Mountainbike, als Läufer, Straßenradfahrer und im Wasserball.

Das Mannheimer Sportstipendium richtet sich an aktive Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aller Sportarten. Als aktive Spitzensportler gelten alle Personen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung einem A-, B-, C-, C/D-Kader oder einem vergleichbaren Kader einer Nationalmannschaft angehören. In Ausnahmefällen können auch Bewerber ohne einen Kaderstatus aufgenommen werden. Bewerbungsschluss für das kommende Semester ist der 15. Juli 2012.

Studieninformation an (Hoch-)Schulen

Orientierungsworkshops und Gruppenberatungen zur Studienwahl

Die Zentrale Studienberatung der Universität Stuttgart bietet noch bis Juli 2012 verschiedene Orientierungsworkshops und Beratungen in Gruppen für Studieninteressierte und Schüler an. Ziel ist es, Entscheidungshilfen für die Studienwahl zu geben. In den fachspezifischen Informations- und Beratungsveranstaltungen wird über Studienaufbau, Fachinhalte, Berufsfelder sowie weitere Recherchemöglichkeiten zu bestimmten Studiengängen oder Wissenschaftsgebieten informiert. Außerdem erklären Experten die zum Teil recht komplizierten Bewerbungsverfahren je nach Studiengang.

Über alle noch anstehenden Veranstaltungen kann man sich auf dieser Webseite informieren: http://www.uni-stuttgart.de/studieren/service/infoveranstaltungen/gruppenberatung/ Die Universität bittet um eine Anmeldung unter studienberatung@uni-stuttgart.de ; Tel: 0711/685-82133 (Di und Do 13.30-15.30 Uhr) oder per Fax unter 0711/685-82256.

„Forschen für übermorgen“: Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart

Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und wie können wir unsere Umwelt bewahren, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Stuttgart am diesjährigen Tag der Wissenschaft, zu dem die Universität am 30. Juni von 11 bis 19 Uhr auf den Campus Vaihingen einlädt.

Das diesjährige Motto „Nachhaltigkeit – Forschen für übermorgen" greift das Thema des „Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde“ auf. Zu sehen gibt es beispielsweise thermische Energie­speicher und die „kühlende Seite" der Sonne, Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie den Superrechner Hermit, der bis zu 1,045 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durchführt.

Forschungsthemen in zehn Minuten auf unterhaltsame Weise werden beim 5. Stuttgarter Science Slam präsentiert. Darüber hinaus erfahren die Gäste, was es mit „grünen Viren“ in Batterien auf sich hat oder was sich hinter „From Pee to P" verbirgt. Studieninteressierte können sich außerdem über Studium, Forschung, Aus- und Weiterbildung an der Universität Stuttgart informieren und zukunftsorientierte Angebote der Universität kennenlernen –- Spannung, Spaß und Aha-Erlebnisse inklusive! Das gesamte Programm des Tages der Wissenschaft ist online abrufbar unter www.uni-stuttgart.de/tag/2012/programm/.

Tag der Technik in Albstadt

Technik ist faszinierend und macht Spaß. Das soll am 15. Juni in Albstadt deutlich werden. Denn dann findet wieder der „Tag der Technik“ an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen statt. Von 10 bis 17 Uhr stehen an diesem Tag Präsentationen, Mitmach-Angebote, Workshops und Vorträge auf dem Programm.

Beim Tag der Technik sind Angebote für jedes Alter geplant. Die Besucher können dem französischen Roboter Nao beim Fußballspielen zuschauen, E-Bikes testen, sich in die Geheimnisse eines Discjockeys einweihen lassen oder die Textillabore und die Maschinenhalle der Hochschule besichtigen. In den praktischen Workshops wird analysiert, gelötet, konstruiert und programmiert. Schüler haben die Gelegenheit, sich über Studien- und Ausbildungsangebote zu informieren. Außerdem wird ein Bewerbungsmappen-Check angeboten. Für kleinere Kinder stehen spezielle Bastel- und Experimentierangebote auf dem Programm. Insgesamt 46 Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Vereine und Verbände wirken an der Veranstaltung mit.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind zum Tag der Technik am und im Haux-Gebäude herzlich eingeladen. Durch das Programm führt Antenne 1-Moderator Matthias Raidt. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.tdt-albstadt.de  

Veranstaltungskalender

Studieninformations- und Beratungsangebote in Baden-Württemberg abrufbar unter www.studieninfo-bw.de/index.php?id=1279.

 

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