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Newsletter 01/2013

Herzlich Willkommen beim Newsletter der Studieninformation Baden-Württemberg

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst möchten wir Ihnen noch ein gutes neues Jahr 2013 wünschen! Wir freuen uns, Sie auch im neuen Jahr als Abonnenten begrüßen zu dürfen.

Im Januar haben wir für Sie wieder Meldungen aus den Bereichen Studieninformation, Studium und Hochschulen zusammen gestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Studieninfo-Team!

Neue Studienangebote

„Methode der Geschäftsmodell-Innovation“ und „Design Thinking“ starten am Zentrum für berufsbegleitende universitäre Weiterbildung der Uni Ulm

Das Zentrum für berufsbegleitende universitäre Weiterbildung ("School of Advanced Professional Studies") der Universität Ulm bietet ab April 2013 in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften die Module "Methode der Geschäftsmodell-Innovation" und "Design Thinking" an. Beide Module sind Teile des geplanten Masterstudiengangs "Innovations- und Wissenschaftsmanagement". Bewerbungen von Interessenten, die über einen Hochschulabschluss und eine mindestens einjährige Berufserfahrung verfügen müssen, sind derzeit noch bei der Geschäftsstelle des Zentrums möglich.

Die neuen Angebote sind wieder berufsbegleitend organisiert, d. h. der größte Teil der Studieninhalte wird online auf einer Lernplattform zum von Mitarbeitern des Instituts für Technologie- und Prozessmanagement betreuten Selbststudium zur Verfügung gestellt. Daher sind im Laufe des Sommersemesters 2013 nur an einigen Freitagen bzw. Samstagen Präsenztermine vor Ort an der Universität wahrzunehmen. "Wir möchten mit unseremAngebot gezielt Personen ansprechen, die im Beruf stehen oder sich wegen familiärer Verpflichtungen nicht für eine Weiterbildung im Rahmen eines Vollzeitstudiums entscheiden können," so der für die beiden neuen Module verantwortliche Direktor des Instituts für Technologie- und Prozessmanagement, Prof. Dr. Leo Brecht. "Derzeit befindet sich unserAngebot noch in der Erprobungsphase und kann daher aufgrund einer Projektförderung des Bundes und der EU kostenlos angeboten werden. Für erfolgreich absolvierte Module werden Leistungspunkte vergeben, die dann auf ein Studium angerechnet werden."

Das Modul "Methode der Geschäftsmodell-Innovation" wird von Dr. Daniel Schallmo vom Institut für Technologie- und Prozessmanagement geleitet. Schwerpunkt des Moduls ist die Methode inkl. Metamodell, Vorgehensmodell, Techniken und Ergebnissen. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen erfolgt im Rahmen von Fallstudien die Anwendung der Methode.

Das Modul "Design Thinking" fokussiert sich auf das problembasierte Lernen. Dr. Michael Lewrick, Senior Strategy Manager bei Swisscom IT Services und Lehrbeauftragter im Institut für Technologie- und Prozessmanagement, legt die Schwerpunkte auf die Anwendung der Methode des Design Thinking sowie dessen Einbindung als Managementaufgabe im Unternehmenskontext. Im Vordergrund steht die Absicht, die Bedürfnisse von Menschen zu erfüllen und diese mit technischer Machbarkeit sowie wirtschaftlicher Strategie zu einem Kundennutzen mit Marktpotential zusammen zu führen. Durch Iteration wird der gesamte Design-Zyklus, von einer ersten Idee bis zum finalen Prototypen durchlaufen. Für die Problemstellung dienen reale Herausforderungen von Unternehmen.

Rund ums Studium

Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ wird fortgesetzt

Die Landesregierung führt die Landesinitiative "Frauen in MINT-Berufen" auch in den Jahren 2013 und 2014 fort. Ziel des Bündnisses ist es, mehr Frauen für Studiengänge in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu begeistern und so die Frauenerwerbstätigkeit in technischen Berufen zu erhöhen. Für Weiterführung und Ausbau der Landesinitiative stellt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft rund 740.000 Euro bereit.

"Mit der Landesinitiative 'Frauen in MINT-Berufen' wollen wir mehr Frauen für eine Beschäftigung in technologischen Zukunftsbranchen gewinnen", sagt Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid. "Wir müssen den Rahmen dafür schaffen, dass junge Frauen in technischen Berufen auch dauerhafte Perspektiven in Unternehmen haben."
Die im Jahr 2010 gegründete Landesinitiative wird gemeinsam vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg umgesetzt. "Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Hochschulen die Lehre in den MINT-Fächern so zu verbessern, dass sich mehr Frauen für diese Studiengänge interessieren", so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Die Landesinitiative wird zukünftig die Zusammenarbeit mit Unternehmen ausweiten. Geplant ist unter anderem ein Wettbewerb, um vorbildliche MINT-Konzepte von Unternehmen und Regionen zur Förderung von Mädchen und Frauen auszuzeichnen. Auch das Portal www.mint-frauen-bw.de und die begleitende Kampagne werden weiter ausgebaut.

Mit dem Pilotprojekt "Wiedereinstieg von Ingenieurinnen" (WING) wurde 2012 ein duales Weiterbildungsprogramm gemeinsam mit Unternehmen entwickelt, um dem Drop-out von Ingenieurinnen aus ihrem Beruf entgegenzuwirken. Das Pilotprojekt will den qualifikationsgerechten Wiedereinstieg von Ingenieurinnen nach einer Berufspause verbessern. Mit der Kampagne und dem Kreativ-Wettbewerb "Zeig uns MINT in Deinem Leben" wurden 2012 Schülerinnen in allen Schulen Baden-Württembergs für die Bedeutung und die Karrierechancen in den MINT-Disziplinen sensibilisiert. Beim Online-Voting erfolgten rund 23.000 Bewertungen der eingereichten Beiträge. Beim Klett-MINT-Kongress "Schule - Wirtschaft" diskutierten rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Schwerpunktthema "Frauen in MINT-Berufen".

Das Partnernetz von "Frauen in MINT-Berufen" besteht derzeit aus 30 Bündnispartnern aus Sozialpartnern, Ministerien, Verbänden, Kammern, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Frauennetzwerken und weiteren Organisationen. Die Bündnispartner setzen ein gemeinsames Aktionsprogramm um und vernetzen ihre Aktivitäten. Die Landesinitiative leistet ihren Beitrag zu den Zielen der Fachkräfte-Allianz Baden-Württemberg.

Mehr Forschung an Pädagogischen Hochschulen

Das Land Baden-Württemberg will der Forschung an den Pädagogischen Hochschulen größere Strahlkraft verleihen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Dazu unterstützt das Land ab diesem Jahr zwei neue Promotionskollegs.

Die Förderung im Rahmen des Programms "Forschung und Nachwuchs" (FuN) erhalten die Pädagogischen Hochschulen (PH) Freiburg und Heidelberg. Gefördert werden nach der landesweiten Ausschreibung und der Auswahl durch eine international und überregional besetzte Gutachterkommission ab März 2013 an der PH Freiburg das Kolleg "Visualisierungen im Deutsch- und Mathematikunterricht" sowie an der PH Heidelberg das Kolleg "Effektive Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung". Die Förderung der beiden Kollegs umfasst jeweils eine Juniorprofessur und jeweils sechs Lehrerabordnungen sowie insgesamt zehn Promotionsstipendien und Sachmittel im Umfang von insgesamt rund 215.000 Euro.

"Mit den Kollegs verbessern wir die Forschungsaktivitäten an den Pädagogischen Hochschulen und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs an diesen Hochschulen", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Januar in Stuttgart. "Die Forschung an den Pädagogischen Hochschulen soll eine größere Strahlkraft entwickeln und dadurch deutlich nachhaltiger werden."

Das beziehe sich vor allem auf diejenigen Wissenschaftsbereiche, in denen die Pädagogischen Hochschulen eine besondere und eigene Forschungsstärke besitzen, so die Ministerin. Hierzu gehöre einerseits die Fachdidaktik, die an Universitäten nur vereinzelt professoral vertreten ist, und andererseits die interdisziplinäre Professions-, Schul- und Unterrichtsforschung in Zusammenarbeit von Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Fachdidaktik. Für ihre Bewerbung um die Landesförderung mussten die Hochschulen einen thematischen Schwerpunkt berücksichtigen. Dabei ging es um die Fragestellung, wie unter anderem Begabung, Emotionen, Gesundheit oder auch Migrationshintergrund und sozio-ökonomische Herkunft das Gelingen von Lern- und Bildungsprozessen beeinflussen.

Ministerin Theresia Bauer: "Wir erwarten, dass die FuN-Kollegs wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, die deutlich zur schul- und bildungspolitischen Weiterentwicklung des Landes beitragen."

Das Kolleg an der PH Freiburg widmet sich der Bedeutung von Visualisierungen in den Kernfächern Deutsch und Mathematik. Dort ist der Einsatz von Visualisierungen besonders wichtig, da abstrakte Lerninhalte mit Visualisierungen besser dargestellt werden können. Es besteht jedoch eine erhebliche Forschungslücke beispielsweise in der Frage, welche Wissensfacetten durch graphische Repräsentationen explizit gefördert werden können. Das Kolleg an der PH Freiburg wird sich fächerbezogen und fächerübergreifend genau mit diesen Zusammenhängen intensiv beschäftigen. Ziel sind geprüfte Empfehlungen zur Optimierung des Unterrichts in beiden Fächern.

Das Heidelberger Kolleg untersucht die Effekte des Kompetenzerwerbs im Zeitraum zwischen Studienbeginn und Berufseinstieg in natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern. Gewonnen werden sollen Erkenntnisse zur Optimierung der Studienverläufe. Dazu werden standardisierte Tests zur Kompetenzerhebung entwickelt, die bei Studierenden an Pädagogischen Hochschulen sowie Referendarinnen und Referendaren zum Einsatz kommen sollen. Von der vertieften Erforschung der Entwicklungsaspekte des fachdidaktischen Kompetenzerwerbs wird erwartet, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer mit verbessertem Wissen und Können auf ihren Beruf vorbereitet werden können.

Kreativwettbewerb für Studierende

"Mach dich nicht nackig - wirb für deine Grundrechte!" - unter diesem Motto hat das Bundesjustizministerium einen Studierendenwettberwerb gestartet, der Studierende für die Bedeutung der Grundrechte in der digitalen Welt sensibilisieren soll. Dazu sollen in digitaler Form Ideen ausgezeichnet werden, die die Bedeutung der Grundrechte für das Private und die Privatsphäre in der digitalen Welt bewerben.

Bei dem nun gestarteten Kreativwettbewerb können Studierende aller Fachrichtungen teilnehmen, einzeln oder als Team mit bis zu fünf Personen. Eingereicht werden können Filme, Websites, Web 2.0-Projekte, Präsentationen oder Fotostories zu folgenden Fragestellungen:

  • Wie können private Dinge geschützt werden?
  • Welche Bedeutung haben die Grundrechte heute für das Private in der digitalen Welt?
  • Wandelt sich unser Verständnis der Grundrechte in der digitalen Welt?
  • Gefährdet der neue Kommunikationsraum Internet die Grundrechte, mittelbar oder unmittelbar?
  • Welche Folgen entwickeln neue technische Errungenschaften, z.B. wenn Handys durch Funkzellen- und GPS-Ortungen jedermann zu potentiellen Adressaten von Bewegungsüberwachung werden lassen?

Der Wettbewerb soll ein breites Spektrum an Themen transportieren, die im weitesten Sinne für die Grundrechte sensibilisieren, die das Private konstituieren und schützen.

Die besten drei Einsendungen werden mit Geldpreisen in Höhe von je 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro prämiert. Bei Gruppenarbeiten wird der Preis geteilt. Des Weiteren wird für die Plätze vier bis zehn ein professionelles Medientraining in Berlin vergeben.

Weitere Informationen sind abrufbar unter bmj.de/nichtnackig.

Studienkredit: KfW fördert ab April auch weiterbildende und Teilzeit-Studiengänge

Ab dem 1. April 2013 fördert die KfW-Bankengruppe einen erweiterten Kreis von Studienkredit-Berechtigten. Die Fördermöglichkeiten erstrecken sich dann auch auf Teilzeit-, Zusatz-, Ergänzungs-, Aufbau- und Zweitstudiengänge sowie Promotionen. Die Altersgrenze der geförderten Studierenden wird gleichzeitig auf 44 Jahre erhöht. Der Studienkredit liegt monatlich zwischen 100 und 650 Euro und ist unabhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern. Im Gegensatz zum BAFöG muss er allerdings in voller Höhe zurück gezahlt werden. Der Effektivzinssatz beginnt derzeit bei 3,11 Prozent pro Jahr.

Keine Fördermöglichkeiten bestehen dagegen für Studierende der Berufsakademien als auch für Personen, die komplett im Ausland studieren.

Weitere Informationen sind abrufbar unter www.kfw.de.

Hochschulen

Auszeichnung für Geisteswissenschaften an der Universität Stuttgart

Die Stiftung Mercator hat im Rahmen der Initiative "SammLehr - an Objekten lehren und lernen" das Forschungs- und Lehrprojekt "Objekt Text: Bibliotheken, Sammlungen, Manuskripte" des Instituts für Literaturwissenschaft, Abteilung Neuere Deutsche Literatur I der Universität Stuttgart mit einer Preissumme von 100.000,- Euro ausgezeichnet. Das Stuttgarter Lehrprojekt um Prof. Sandra Richter wird in Zusammenarbeit mit Dr. Marcel Lepper vom Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) durchgeführt. Studierende entwickeln dabei aufgrund der einzigartigen DLA-Bestände in gezielt dafür entwickelten Unterrichtsformaten Grundfragen der literaturwissenschaftlichen Forschung.

Die Universität Stuttgart konnte sich im Finale des Wettbewerbs "SammLehr" gegenüber 96 Anträgen aus 54 Universitäten Deutschlands durchsetzen. Insgesamt wurden neun Universitäten mit ihren Konzepten für eine stärkere objektbezogene Forschung von einer Jury ausgewählt. Neben der Universität Stuttgart werden auch die Universitäten aus Aachen, Dortmund, Dresden, Erfurt, Erlangen, Freiburg, Göttingen und Jena gefördert.

Gründerkultur an der Hochschule Esslingen wird vom Bund gefördert

Im bundesweiten Wettbewerb "Exist - die Gründerhochschule" wurde das Konzept der Hochschule Esslingen mit dem Namen "Ecosystem Gründerstall" von einer internationalen und hochkarätig besetzten Jury ausgezeichnet. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, Konzepte zu fördern, die die Bereiche Forschung, Lehre und Gründungen verbinden, um ein gründungsfreundliches Umfeld an deutschen Hochschulen zu schaffen.

Am 8. Januar 2013 hatten Vertreter der Hochschulleitung das Esslinger Konzept der 15-köpfigen Jury im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi, Berlin) präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 27 Hochschulen der ursprünglich 49 Bewerber im Rennen. Am Ende war die Hochschule Esslingen unter den insgesamt zwölf Gewinnern.

Für den Zeitraum von drei Jahren erhält die Hochschule Esslingen rund 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds. Mit dieser Förderung wird die Unternehmerausbildung und Gründerberatung an der Hochschule stärker ausgedehnt. Neben den Studierenden profitieren auch die Alumni und Mitarbeiter von den Inhalten des Projekts, da der gewählte Ansatz die gesamte Breite der Hochschule berücksichtigt.

Neue Zentren für angewandte Forschung erhalten über zwei Millionen Euro

Der demographische Wandel und die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragestellungen, aber auch die Suche nach zukunftsfähigen Technologien beschäftigen Wissenschaftler nicht nur in Baden-Württemberg. Um die Forschung in diesen Bereichen voran zu treiben, erhalten nun zwei Zentren für angewandte Forschung insgesamt mehr als zwei Millionen Euro. Das Zentrum für angewandte Forschung (ZAFH) "AAL" unter Koordination der Hochschule Furtwangen sowie das ZAFH "SPANTEC-light" unter Koordination der Hochschule Aalen werden im Rahmen der dritten Förderrunde (2013-2016) mit jeweils maximal 1,2 Mio. Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

"Die in den letzten Jahren gegründeten Zentren für angewandte Forschung haben wie erhofft die Profilbildung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorangebracht", sagte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, im Januar in Stuttgart. "Mit der Förderung der beiden neuen Zentren gehen wir diesen erfolgreichen Weg konsequent weiter".

Forschung für den demographischen Wandel

Im ZAFH "AAL", sollen innovative Assistenzsysteme und Technologien zur Unterstützung eines selbständigen Lebens bis ins hohe Alter sowie zur Sicherung sozialer Beziehungen und Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf entwickelt werden. Derartige Systeme und darauf basierende Dienstleistungen sind unter dem Begriff "Ambient Assisted Living" (AAL) bekannt. Sie werden vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dringend benötigt: In Baden-Württemberg werden 2050 etwa 40 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein und die Anzahl der Pflegebedürftigen wird sich deutlich erhöhen. Typische Anwendungen von AAL sind zum Beispiel die Erkennung von Gefahrensituationen wie Sturz und Brandgefahr oder auch Erinnerungssysteme zur Medikamenteneinnahme. Die Besonderheit des neuen Zentrums besteht in der engen Verflechtung von Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Soziologie, der Pflegewissenschaft sowie der Gerontologie.

Technologien der Zukunft

Angesichts von Energiewende und Rohstoffknappheit haben sich Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Schonung limitierter Rohstoff-Ressourcen und zur Verringerung der Produktionskosten zu Innovationstreibern entwickelt. Neue Produkte und Verfahren, die etwa im Bereich der Elektromobilität oder der regenerativen Energien eingesetzt werden, müssen diesen aktuellen Entwicklungen und Trends Rechnung tragen. Das ZAFH "SPANTEC-light" befasst sich vor diesem Hintergrund mit der Analyse und der Anwendung innovativer Faserverbundwerkstoffe, die zunehmend im Automobil- und Maschinenbau, aber auch in der Energie- und Umwelttechnologie eingesetzt werden.

Ministerin Bauer: "Mit den ZAFH erschließen wir innovative Forschungsfelder an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und stärken die regionale Wettbewerbsfähigkeit." Die Einrichtung der beiden neuen Zentren werde innovative Produkte in wissensintensiven Bereichen hervorbringen und so den Forschungs- und Innovationsstandort Baden-Württemberg insgesamt stärken.

Ein ZAFH ist ein hochschulübergreifender Forschungsverbund, zu dem sich mehrere Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben. Unter Leitung einer HAW bearbeiten die Partner eines ZAFH wichtige Themen im Bereich der Schlüsseltechnologien. Die Landesregierung hat für die Einrichtung von Zentren für angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH) Mittel bis zu 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt; die Mittel stammen aus Privatisierungserlösen im Rahmen der Zukunftsoffensive IV. Darüber hinaus leistet die Europäische Union eine ergänzende Kofinanzierung von 5 Millionen Euro. Seit 2008 wurden auf diese Weise bereits sechs andere ZAFH finanziert und aufgebaut.

Hochschulabsolventen aus Friedrichshafen und Freiburg im Wettbewerb „Ideen für Europa“ ausgezeichnet

Francesca Pick und Johann Herzberg, beide Absolventen der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen, sind in München im Rahmen der Initiative "Ideen für Europa" von Microsoft EMEA ausgezeichnet worden. Preisgekrönt wurden ihre Abschlussarbeiten, die von der Jury als "herausragend" bewertet wurden.

"Ich freue mich, dass peer-to-peer-Geschäftsmodelle, die meiner Meinung nach sehr zukunftsweisend sind, durch diese Auszeichnung mehr Aufmerksamkeit in Politik und Wirtschaft erhalten", sagt Francesca Pick zu ihrem mit 3.000 Euro dotierten zweiten Preis. In ihrer Bachelor-Arbeit mit dem Thema "Building Trust in Peer-to-Peer Marketplaces: An Empirical Analysis of Trust Systems for the Sharing Economy" hatte die Absolventin der Kultur- und Kommunikationswissenschaften untersucht, wie Vertrauen im Netz und auf sogenannten Peer-to-Peer-Plattformen geschaffen und gefördert werden kann. Auf solchen Online-Marktplätzen können Privatpersonen Ressourcen wie beispielsweise Autos, Wohnungen und Fähigkeiten teilen.

"Es freut mich außerordentlich, dass ich die Jury von der Brauchbarkeit des Open Innovation-Konzepts für die Bereiche Politik und Verwaltung überzeugen konnte", kommentiert Johann Herzberg den von ihm errungenen, mit 2.000 Euro dotierten dritten Preis. "Letztlich geht es dabei um nicht weniger als um eine Tieferlegung des Problems der Bürgerbeteiligung." Herzberg hatte im Herbst sein Master-Studium in Politik- und Verwaltungswissenschaften an der ZU abgeschlossen. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit dem Thema "Staatsmodernisierung durch Open Innovation". Darin zeigt er auf, dass die Fähigkeit zur interaktiven Innovation in Zukunft zur zentralen Kompetenz der Selbststeuerung des Staates werden wird. Unter Berücksichtigung des aktuellen Reformstandes leitet er zudem Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung ab. Der erste Preis im Wettbewerb, dotiert mit 5.000 Euro, ging an die Bachelor-Absolventin Maggie Jaglo von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Studieninformation an (Hoch-)Schulen

Infoveranstaltung MASTER:ONLINE Logistikmanagement an der Uni Stuttgart

Am Freitag, 8. Februar, findet am Campus Stuttgart-Vaihingen eine Informationsveranstaltung des Studiengangs MASTER:ONLINE Logistikmanagement statt. Ziel der online-gestützten Weiterbildung an der Universität Stuttgart ist es, umfassendes Wissen über die betriebliche Organisation sowie die Fähigkeit zum Planen, Steuern und Optimieren speziell in der Logistik zu vermitteln. Dabei setzt die Weiterbildung an individuellen Vorkenntnissen an. Für die Zulassung ist mindestens ein Jahr Berufserfahrung notwendig.

Die Teilnahme an der Infoveranstaltung erfordert eine Anmeldung bis zum 1. Februar 2013, per Mail unter info@master-logistikmanagement.de, telefonisch unter 0711/ 685-83768.

Datum: 8. Februar 2013 um 17:00 Uhr.

Ort: Campus Stuttgart-Vaihingen, Nobelstr. 12, Raum 100.

Hochschul-Informationstag an der Zeppelin Universität Friedrichshafen

Die Universität von innen kennenlernen und Hochschulluft schnuppern - das können Studieninteressierte beim Hochschul-Informationstag der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen am Freitag, 1. Februar. Die Teilnehmer haben dabei die Gelegenheit, an allen Lehrveranstaltungen dieses Tages nach eigener Wahl teilzunehmen und mit Professorinnen, Professoren, Studierenden, Alumni und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Zudem werden die Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaftswissenschaften, Kultur- und Kommunikationswissenschaften, Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie Soziologie, Politik und Ökonomie vorgestellt. Die Universität informiert außerdem über die umfangreichen Studienfinanzierungs- und Stipendienprogramme. Weitere Informationen im Internet unter: www.zu.de/unilive.

Infoveranstaltungen zu den berufsbegleitenden Studiengängen bei der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen

Am Mittwoch, 6. Februar 2013, finden an der Hochschule Aalen Informationsveranstaltungen zu den berufsbegleitenden Studiengängen der Weiterbildungsakademie (WBA) statt. Die Bachelor-Studiengänge Allgemeiner Maschinenbau, Mechatronik und Betriebswirtschaftslehre sowie der im letzten Jahr neu gestartete Master-Studiengang Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Simulation und Validierung stellen sich vor. Die WBA bietet alle Studiengänge in einem berufsbegleitenden Präsenzstudium an.

Interessenten können sich bei den Informationsveranstaltungen über die Studieninhalte und die besondere Struktur des Studiums informieren. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Weitere Informationen sind unter www.wba-aalen.de zu finden.

  • Die Informationsveranstaltungen der berufsbegleitenden Bachelorstudiengänge finden ab 17:30 Uhr auf dem Campusteil Burren der Hochschule Aalen (Anton-Huber-Straße 23, Gebäude 2) statt.
  • Interessierte des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre treffen sich im Raum 0.21.
  • Die Informationsveranstaltung für Allgemeiner Maschinenbau/ Mechatronik findet im Raum 0.28 statt.
  • Interessierte des berufsbegleitenden Masters treffen sich ab 19 Uhr im Raum 0.28.

"Technik braucht Vielfalt – Technik braucht Dich!" Studienwahl-Orientierung für Schülerinnen und ihre Eltern

Viele Mädchen sind gut in Mathematik, aber ein Studium in den sogenannten MINT-Fächern ziehen sie seltener in Betracht als Jungen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Projekt "Technik braucht Vielfalt" bietet mehrere aufeinander aufbauende Informations- und Orientierungs-Bausteine. So können die Schülerinnen sich über eine ingenieur- oder naturwissenschaftliche berufliche Zukunft informieren.

Angebot für Schülerinnen der Sek. II, 10. - 13. Kl., sowie Berufskollegs, insbesondere aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte:

  • Uni-Kennenlerntag mit Praxis-Workshop an der Universität Stuttgart am 08.03.2013 (ganztags, Programm siehe unten)
  • Experimentier- und Technik-Workshop-Tag an der Hochschule Esslingen (vorauss. April 2013, ganztags)
  • Exkursion zur Porsche AG (April/Mai 2013, ganztags)

Angebot für Eltern:

  • Eltern-Info-Veranstaltung zur Studienwahl und zu Studienvoraussetzungen in Kooperation mit dem Projektpartner "Forum der Kulturen" und weiteren Migranten-Organisationen aus der Region (Termin: 20.04.2013, nachmittags, voraussichtlich Stuttgarter Rathaus)

Ausführliche Informationen, aktuelle Termine sowie die Anmeldeformulare zum Download finden Sie auf der Internetseite: www.technik-braucht-vielfalt.de. Die Veranstaltungen sind kostenlos und beinhalten eine Tagesverpflegung. Anmeldeschluss für den Uni-Kennenlerntag an der Uni Stuttgart ist der 20.02.2013.

Programm zum Uni-Kennenlerntag an der Uni Stuttgart am 8. März:

  • Studienwahl - die Qual der Wahl? Wie soll ich mich entscheiden? - Vortrag der Studienberaterin der Uni Stuttgart
  • Brücke von der Schule zur Uni - Vorstellung des MINT-Kollegs der Uni Stuttgart
  • Elektrotechnik! - Kurz-Vorlesung und Technik-Workshop zum Thema: Wie funktionieren Elektromotoren und was ist das Besondere daran?
  • Erfahrungsaustausch mit MINT-Studentinnen - Mittagspause gemeinsam mit Studentinnen der Uni Stuttgart

Veranstaltungskalender

Studieninformations- und Beratungsangebote in Baden-Württemberg abrufbar unter www.studieninfo-bw.de/index.php?id=1279.

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