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Rund ums Studium

Neue Regelungen im Hochschulrecht treten am 1. März 2009 in Kraft

 

Erleichterungen bei der Erhebung von Studiengebühren - Verbesserungen für Studierende mit Kindern - vereinfachter Hochschulzugang für Berufstätige

 

Zum 1. März 2009 tritt eine Reihe von Änderungen im Hochschulrecht in Kraft. Klarstellungen und Erleichterungen gibt es beim Erlass von Studiengebühren; unter anderem wird die sogenannte „Geschwisterregelung“ erweitert. Für Studierende mit Familienpflichten müssen die Prüfungsfristen flexibilisiert werden. Und: Der Hochschulzugang für Berufstätige wird vereinfacht; Meister können nun auch ohne die bislang vorgeschriebene vierjährige Berufserfahrung ein Studium aufnehmen. Zu den Regelungen, die im „Zweiten Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich“ (ZHFRUG) enthalten sind, sagte Frankenberg: „Wir entwickeln das baden-württembergische Hochschulsystem weiter. Neben den Bestimmungen zur Dualen Hochschule enthält das ZHFRUG eine Vielzahl von Neuerungen, von denen nicht zuletzt die Studierenden profitieren“.

Erleichterungen bei der Erhebung von Studiengebühren:

  • Die sogenannte Geschwisterklausel wird erweitert: In Familien mit drei oder mehr Kindern müssen höchstens zwei Kinder Studiengebühren bezahlen, gleichgültig ob die Geschwister studieren oder nicht.
  • Die Altersgrenze bei Kindererziehung wird von acht auf 14 Jahre angehoben. Bisher sind Studierende, die ein Kind pflegen und erziehen, das zu Beginn des jeweiligen Semesters das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, von der Studiengebühr befreit. Die neue Regelung ist bereits rückwirkend zum Wintersemester 2008/2009 in Kraft getreten.
  • Die allgemeine Härtefallklausel wird auf Fälle erweitert, in denen die Beitreibung der Gebühr - unabhängig von der finanziellen Situation des Betroffenen - eine persönliche Härte darstellt.
  • Auslandssemester werden unabhängig vom typischen Fall der Beurlaubung von der Gebührenpflicht ausgenommen. Abweichend davon können Studiengebühren erhoben werden für Auslandssemester an einer Partnerhochschule, die nach der Studien- und Prüfungsordnung so eng mit dem Studium an der Heimathochschule verzahnt sind, dass sie als Lehrangebot der Heimathochschule zu betrachten sind.
  • Studierende, die besonders begabt sind oder herausragende Leistungen erbringen, können von der Gebühr befreit werden. Die Entscheidung, ob Befreiungen gewährt werden, unter welchen Voraussetzungen, in welchem Umfang und für welche Dauer, trifft die Hochschule. Dazu wird eine Satzungsermächtigung eingeführt.
  • Eine für das betreffende Semester bereits bezahlte Studiengebühr wird anteilig erstattet, wenn die Exmatrikulation später als einen Monat nach Vorlesungsbeginn wirksam wird. Wird die Exmatrikulation vor diesem Zeitpunkt wirksam, ist die Gebühr wie bisher vollständig zu erstatten.
  • Für die bereits beschlossene Zinsobergrenze von 5,5 Prozent für Studiengebührendarlehen wird eine gesetzliche Grundlage geschaffen Verbesserung der Studien- und Prüfungsbedingungen für Studierende mit Familienpflichten.
  • Die Prüfungsordnungen der Hochschulen müssen künftig flexible Prüfungsfristen ermöglichen, wenn Studierende Familienpflichten wahrnehmen müssen. Bei Beurlaubung nach den Regelungen des Mutterschutzes dürfen - anders als sonst - auch in der Zeit der Beurlaubung Studienleistungen erbracht werden.
  • Mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung wird weiter verbessert. Bereits jetzt eröffnet die Meisterprüfung oder eine gleichwertige berufliche Fortbildung den Zugang zu allen fachlich verwandten Studiengängen an Hochschulen. Die bislang noch vorgeschriebene vierjährige Berufserfahrung wird gestrichen. Außerdem können nun auch außerhalb des Hochschulsystems erworbene Kenntnisse im Studium angerechnet werden.
  • Professorenbesoldung: Künftig ist es an Hochschulen erlaubt, die Leistungsbezüge von Professorinnen und Professoren durch private Drittmittel aufzustocken und den dafür vorgesehenen Vergaberahmen zu erhöhen. Die Mittel müssen den Hochschulen ohne Bindung an eine bestimmte Personen zur Verfügung gestellt werden. Dies ergänzt die bisher schon bestehende Möglichkeit, Stiftungsprofessoren aus privaten Mitteln zu finanzieren.

Weitere Neuerungen:

  • Künftig besteht die Möglichkeit zur Exmatrikulation bei Plagiatsfällen bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten. Die Exmatrikulation steht im Ermessen der Hochschule, was ihr eine Verhältnismäßigkeitsabwägung eröffnet.
  • Ausnahmen von der gestuften Studienstruktur (Bachelor/Master) gelten künftig für den Fachbereich Kunst (künstlerische Kernfächer) und Studiengänge des Theologischen Vollstudiums mit kirchlichem und akademischem Abschluss. Bisher waren nur Studiengänge mit kirchlichem Abschluss ausgenommen.
  • Die Hochschulen haben die Pflicht zur Einrichtung eines Qualitätssicherungssystems unter Gesamtverantwortung des Vorstandes.
  • Abkehr von der Programmakkreditierung zugunsten der Systemakkreditierung: den Hochschulen soll unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht werden, die kleinteilige Akkreditierung einzelner Bachelor-/ Masterstudiengänge durch eine Systemakkreditierung zu ersetzen.
  • Im Senat und im Fakultätsrat sollen mindestens drei stimmberechtigte Frauen vertreten sein.
  • Klarstellung der Ausschlussregelung von Bewerbern bei Wahlen und bei der Senatsbestätigung. Ein Mitglied im Aufsichtsrat kann bei der eigenen Wahl als Rektor nicht mitwirken, ebenso wenig wie ein Amtsmitglied im Senat bei der Bestätigung der Rektorwahl.
  • Die Festlegung der Funktionsbeschreibung für Juniorprofessuren/ Juniordozenten ohne Tenure Track wird auf die Hochschulen delegiert. Bei Vollprofessuren und Juniorprofessuren/Juniordozenten mit Tenure Track bedarf es auch weiterhin der Zustimmung durch das Wissenschaftsministeriums.
  • Auf die Verpflichtung zur Immatrikulation von Doktoranden wird verzichtet.
  • Bezeichnung „Universität“ für staatlich anerkannte Hochschulen in freier Trägerschaft, denen ein eigenständiges Promotionsrecht verliehen wurde.

 

Der Landtag von Baden-Württemberg hat das zweite Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich im Dezember 2008 beschlossen. Die darin enthaltenen Bestimmungen zur Gründung der Dualen Hochschule sind am 1. Januar 2009 in Kraft getreten, die übrigen Vorschriften treten in der Regel am 1. März 2009 in Kraft.

http://mwk.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/pdf/gesetze/Hochschulreform/Anhoerungsfassung_ZHFRUG_230608.pdf

 

 

Studienplatzbörse des Wissenschaftsministeriums ist wieder online

 

Freie Studienplätze unter www.studieninfo-bw.de aufgelistet - bundesweites Interesse an Übernahme der Studienplatzbörse im Zuge der Umwandlung der ZVS

 

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg hat seine Studienplatzbörse für freie Studienplätze zum Sommersemester 2009 zum zweiten Mal eröffnet. Die Hochschulen haben wieder die Möglichkeit, Studiengänge mit freien Studienplätzen auf der Website www.studieninfo-bw.de einzustellen. Wissenschaftsminister Frankenberg betonte, die baden-württembergische Onlinebörse könne übergangsweise auch bundesweit eingeführt werden, bis die Umwandlung der ZVS in eine Serviceeinrichtung abgeschlossen sei. Frankenberg: „Unser Angebot trägt dazu bei, die Studienangebote der Hochschulen weitestgehend auszuschöpfen. Das hilft den Hochschulen, aber auch den Studienbewerberinnen und -bewerbern. Die Studienplatzbörse ist gut geeignet, den Zeitraum bis zur dringend notwendigen Umwandlung der ZVS in eine Serviceeinrichtung zu überbrücken. Wir sind bereit, eine bundesweite Einführung der Studienplatzbörse zu unterstützen“. Andere Bundesländer, aber auch die Hochschulrektorenkonferenz hätten bereits großes Interesse an der vom Wissenschaftsministerium  Baden-Württemberg entwickelten Studienplatzbörse gezeigt. Das Wissenschaftsministerium hatte die Studienplatzbörse erstmals zum vergangenen Wintersemester 2008/09 eingeführt. Vergeben wurden dabei mehr als 200 Studienplätze. Die Liste der Studienplatzbörse umfasst sowohl grundständige Studiengänge (Diplom und Bachelor) als auch Masterstudiengänge. Die Zuständigkeit für die Studienplatzvergabe liegt unverändert bei den Hochschulen. Auf der Internet-Plattform tragen die interessierten Hochschulen ihre Studiengänge mit noch freien Studienplätzen ein. Es handelt sich um Plätze, die wegen Absagen von Studienbewerbern wieder vakant wurden und nun gemäß § 23 der Hochschulvergabeverordnung im Rahmen des sogenannten Losverfahrens, das auf Haupt- und Nachrückverfahren folgt, vergeben werden. Die Hochschulen regeln dieses Verfahren durch Satzung. Interessenten bewerben sich direkt bei der jeweiligen Hochschule - unter Beachtung der jeweiligen Frist und Form.

 

 

Kooperation zwischen kanadischer Ryerson University und Hochschule Karlsruhe

 

Gemeinsamer Doppelabschluss im Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik

 

Ab September 2009 haben Studierende der kanadischen Ryerson University und der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft durch die Einrichtung eines gemeinsamen Studiengangs die Möglichkeit, in nur vier Semestern den deutschen Masterabschluss in Elektrotechnik (M. Eng.) und den kanadischen Masterabschluss in Electrical and Computer Engineering (M. Eng.) zu erwerben und können damit ihre Karrierechancen insbesondere auf dem internationalen Arbeitsmarkt wesentlich erhöhen.

 

Jeweils fünf Studierende beider Einrichtungen können nun pro Jahr an diesem deutsch-kanadischen Studienprogramm teilnehmen und werden jeweils zwei Semester an der Partnerhochschule absolvieren. Dazu müssen die deutschen Bewerber einen Bachelorabschluss in Elektrotechnik mit der Note 2,5 oder besser vorweisen sowie eine festgelegte Mindestpunktzahl in einem international anerkannten Sprachtest. Parallel zum ingenieurwissenschaftlichen Studienprogramm an der kanadischen Partnerhochschule werden sie dort zudem einen Sprach- und Kommunikationskurs in Ingenieurwesen und Wissenschaft besuchen.

 

 

Die Masterabschlussarbeit (Thesis), welche vollständig auf Englisch vorzulegen ist, können die Studierenden dann wahlweise an einer der beiden Hochschulen anfertigen, wobei die Arbeit von je einem Professor der beteiligten Hochschulen betreut wird.

Studieninformation an den Hochschulen

Hochschulmeeting 2009

 

Informationen für Schülerinnen und Schüler an der Hochschule Künzelsau

Am 6. März 2009 veranstalten die Studiengänge "Elektrotechnik" und "Antriebssysteme und Mechatronik" von 9 bis 12 Uhr an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau für interessierte Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Berufskollegs ein Hochschulmeeting.

 

Neben Informationen zu den Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Laborbesichtigungen stehen auch Rundgänge durch die Jugend-forscht-Ausstellung 2009 auf dem Programm. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Veranstaltungsort ist die Reinhold-Würth-Hochschule, Daimlerstraße 35 in 74653 Künzelsau. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

 

 

Rund um den Ingenieurberuf 

 

Der Think Ing.- Informationstag 2009 an der Hochschule Heilbronn

Am 24. März 2009 findet bereits die neunte Wiederholung des Think Ing.- Informationstag an der Hochschule Heilbronn statt. In der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr haben Schülerinnen und Schüler von Realschulen und Gymnasien ab Klasse 9 die Gelegenheit, sich ein umfassendes Bild über den Ingenieurberuf zu verschaffen.

 

Der Tag wird von Südwestmetall im Rahmen der Ausbildungs- und Qualifizierungsinitiative Start 2000 Plus in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn, der IHK Heilbronn-Franken und 16 Firmen der Region durchgeführt. Der Think Ing.- Informationstag lockt mit einem interessanten Programm rund um den Ingenieurberuf und Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in den Hochschulalltag. Die Labore der Hochschule sind geöffnet und Professoren und Studierende der jeweiligen Studiengänge stehen den ganzen Tag zur Verfügung und zeigen den Besuchern die „reale Welt“ der Hochschule. Zudem bieten Firmen aus der Region im Rahmen der Firmenmesse verschiedene technische Projekte an. Personalreferenten, Ausbilder und Azubis stehen für alle Fragen rund um die Technik und die damit verbundenen Berufe zur Verfügung.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und es liegen bereits jetzt 400 Anmeldungen vor. Eine Anmeldung ist bis zum 6. März 2009 beim Berufsverband Berufliche Bildung (BBQ) möglich.

 

 

Chemie-Studierende unterwegs an Schulen


Studienbotschafterin: „Informationsbedarf an Schulen sehr hoch“

Carolin Vogt ist eine engagierte Studierende der Fakultät Angewandte Chemie der Hochschule Reutlingen. Begeistert von ihrem Studienfach, will sie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Orientierungshilfen geben und vorhandene Berührungsängste mit den Naturwissenschaften, insbesondere mit der Chemie zerstreuen.

 

Als Studienbotschafterin ist sie im Auftrag des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums an Gymnasien und beruflichen Schulen unterwegs. Da sie mitten im Studium steht, kann sie vor Oberstufenschülern sehr realistisch berichten, wie ihr eigener Entscheidungsweg zum „richtigen“ Studienfach verlaufen ist und wie man sich im Studium zurechtfindet. Sie steht Rede und Antwort zu den verschiedensten Themen. Wie bewirbt man sich? Welche Unterschiede bestehen zwischen den Hochschularten? Wie finanziert man das Studium? Welche Berufsfelder gibt es? Häufig informiert sie Schulklassen zusammen mit Studierenden anderer Fachrichtungen, je nach Wunsch der Schule.

 

„Für mich war meine Studienentscheidung kein Problem. In Neuseeland habe ich ein Schuljahr verbracht und das Fach Chemie gewählt. Da dort der Unterricht auch im Labor stattfand, also Theorie und Praxis gut gemischt waren, wusste ich ziemlich genau, worauf ich mich einlasse“, erklärt die 23-jährige Carolin. An den hiesigen Schulen sei dies leider nicht so, die naturwissenschaftlichen Fächer müssen meist theoretisch und das noch in einer reduzierten Stundenzahl abgehandelt werden. Mit ihrem Einsatz als Studienbotschafterin versucht sie, hier entgegenzuwirken und den Schülern ihre eigene Begeisterung für ihr Studienfach zu vermitteln.

 

Häufig sind die Schüler noch unentschieden, in welche Fachrichtung sie gehen wollen. Am meisten beschäftigt die Schüler, wie ein Studium finanziert werden könne, es gäbe doch die Studiengebühren, und ob die Noten denn gut genug wären für ein Studium, ob man es denn überhaupt schaffen könne. Mit ihren persönlichen Erfahrungen als Studierende versucht sie, die Schüler authentisch zu informieren und Möglichkeiten aufzuzeigen. Ihre Studienbotschaftereinsätze zeigen ihr ganz deutlich, dass der Informationsbedarf sehr hoch ist.

 

Die Aktion Studienbotschafter ist Teil der Informationskampagne „Gscheit studiert“, die vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium initiiert wurde. Nach einer speziellen Schulung der Servicestelle Studieninformation, -orientierung und –beratung (SIOB) werden Studierende an Schulen entsendet. Mittlerweile sind rund 200 Studienbotschafter unterwegs, deren Einsätze vom Wissenschaftsministerium koordiniert werden.

 

Weitere Informationen unter http://www.studieninfo-bw.de/index.php?id=1208