Das Land schafft neue Studienanfängerplätze vorrangig in Studienfächern mit guten Perspektiven am Arbeitsmarkt. Im Vordergrund steht deshalb die Ausbildung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, aber auch in den Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsrecht sowie von Absolventinnen und Absolventen im Bereich der sozialen Dienstleistungen, für die ebenfalls - nicht zuletzt mit Blick auf die Altersentwicklung der Gesellschaft - ein wachsender Bedarf prognostiziert wird. Es werden grundständige Studienangebote - vor allem Bachelor-Studiengänge, aber auch Lehramts- und Staatsexamensstudiengänge - gefördert, die zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen. In der Studiengangsdatenbank zeigt sich die Vielfalt der geförderten Studiengänge.
Darüber hinaus baut das Land Baden-Württemberg auch die Infrastruktur an Hochschulen und Hochschulorten aus. Mit dem Raumprogramm im Volumen von 115 Millionen Euro werden Sanierungen und Anmietungen an den Hochschulen und Universitäten finanziert. Die Duale Hochschule erhält bereits seit 2008 jährlich 4,3 Millionen Euro für Anmietungen sowie insgesamt 9 Millionen Euro für deren Erstausstattung. In den Jahren 2012 bis 2016 werden die Mittel für Anmietungen nochmals deutlich aufgestockt. Um den administrativen Aufwand der gesteigerten Studiennachfrage zu bewältigen schafft das Land in den Jahren der Spitzenauslastung 50 zusätzliche Stellen für Hochschulinfrastruktur.
Baden-Württemberg kann mit 14 Prozent überdurchschnittlich viele seiner Studierenden mit Wohnheimplätzen versorgen. Bundesweit leben 12 Prozent der Studierenden in Wohnheimen der Studentenwerke und anderer Anbieter Da das Wohnen im Studentenwohnheim in der Regel die kostengünstigste Alternative darstellt, sind Land und Studentenwerke bemüht, in engem Zusammenwirken das bestehende Angebot quantitativ und qualitativ weiter zu verbessern. Das Budget für Investitionen bei den Studentenwerken wurde erhöht, um bis 2013 weitere 2.600 Wohnheimplätze zu schaffen.
Durch die höheren Studierendenzahlen zum Jahr 2012 und den folgenden Jahren ist insgesamt auch mit einem deutlich erhöhten Studienorientierungs- und Beratungsbedarf zu rechnen. Dem wird vom Wissenschaftsministerium in der Studieninfokampagne "Gscheit studiert" Rechnung getragen, ebenso von den Studienberatungsstellen der Hochschulen.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Informationsseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zum Ausbauprogramm „Hochschule 2012“.