Qualitätsoffensive für die Lehre an Hochschulen vom Land unterstützt

Wissenschaftsminister Frankenberg: Wichtige dritte Säule im Hochschulpakt von Bund und Ländern – Neben quantitativem Ausbau auch Qualität ausbauen

 26.02.10 

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg begrüßt den Vorschlag von Bundesbildungsministerin Professorin Dr. Annette Schavan, eine nachhaltige Qualitätsoffensive für die Lehre an deutschen Hochschulen zu starten. Frankenberg betonte in einer Mitteilung, es sei richtig, neben dem quantitativen Ausbau der Studienplätze nun auch die Qualität von Lehre und Betreuung zu optimieren. Der Bund greife Initiativen auf, die im Land schon weitgehend initiiert seien und für die nun eine stärkere Förderung möglich werde.

 

„Eine Qualitätsoffensive Lehre passt als dritte Säule nahtlos in den Hochschulpakt von Bund und Ländern. Neben der Förderung von Overheadkosten von DFG-Forschungsprojekten und dem Ausbau von zusätzlichen Studienplätzen in der ersten und zweiten Säule muss die finanzielle Ausstattung der Lehre an deutschen Hochschulen weiter verbessert werden“, sagte Frankenberg. Der Hochschulpakt sei insgesamt ein besonders gelungenes Beispiel von kooperativem Förderalismus.

 

Das Vorschlagspaket der Bundesbildungsministerin mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro beinhaltet unter anderem die Schaffung von bundesweit zehn hochschuldidaktischen Zentren. Auch bis zu 80 Hochschulen mit besonders guten Lehrkonzepten sollen gefördert werden. Außerdem soll das Paket neue Juniorprofessuren mit dem Schwerpunkt Lehre unterstützen.

 

Wichtiger Schritt für Hochschulbildung in ganz Deutschland - Kooperativer Föderalismus funktioniert

 

Frankenberg betonte, die Qualitätsoffensive sei ein wichtiger Schritt für die Hochschulbildung in ganz Deutschland. Ausstattung und Stellenwert der Lehre und der Betreuung der Studierenden an den Hochschulen werden durch die Förderung weiter wachsen. Gleichzeitig erhielten auch Bundesländer, die nicht so viel in die Hochschulbildung investieren könnten, durch die Bundesmittel attraktive Möglichkeiten, das Lehrangebot in ihren Hochschulen weiter zu verbessern. Bei den Ländern bestünde die grundsätzliche Bereitschaft, Strukturen zu verändern, um die Voraussetzungen für die Förderung zu erfüllen.

 

„Der kooperative Föderalismus funktioniert. Er bedeutet wechselseitige Unterstützung zwischen Bund und Ländern in Feldern, die national bedeutsam sind. Die Exzellenzinitiative und der Hochschulpakt haben gezeigt, dass Bund und Länder in wichtigen Fragen wie der Spitzenforschung und der Versorgung mit Studienplätzen an einem Strang ziehen“, so der Minister.

 

Modelle aus Baden-Württemberg jetzt bundesweit förderfähig

 

„Baden-Württemberg hat mit der Gründung des Hochschuldidaktikzentrums im Jahr 2001 und der Ermöglichung von Professuren mit dem Schwerpunkt Lehre im Jahr 2007 Wege beschritten, die jetzt zusätzlich durch den Bund gefördert werden können. Mit den Hochschuldozenten haben wir neue Personalkategorien eingeführt, die sich vorrangig der Lehre widmen. Der Bund fördert damit wettbewerblich Initiativen, die im Land schon praktiziert werden“, sagte Frankenberg. Kürzlich habe das Land einen Wettbewerb zur Förderung von Bachelor-Studienmodellen unterschiedlicher Geschwindigkeiten ausgeschrieben. Zudem zeichne Baden-Württemberg seit den 90er Jahren Hochschullehrende, die herausragende Leistungen erbringen, mit dem Landeslehrpreis aus.