Maßnahmen des Hochschulausbaus 2012

Das Land schafft neue Studienanfängerplätze vorrangig in Studienfächern mit guten Perspektiven am Arbeitsmarkt. Im Vordergrund steht deshalb die Ausbildung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, aber auch von Wirtschaftswissenschaftlern, Wirtschaftsjuristen sowie von Absolventen im Bereich der sozialen Dienstleistungen, für die ebenfalls – nicht zuletzt durch die Verschiebung der Alterspyramide – ein wachsender Bedarf prognostiziert wird. Es werden grundständige Studienangebote (Bachelor-Studiengänge) gefördert, die zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen.

 

Der Ausbau betrifft alle Hochschularten. D.h. konkret: In den ersten beiden Stufen lag bzw. liegt der Schwerpunkt bei den stärker praxisorientierten Fachhochschulen und der Dualen Hochschule. In der dritten Stufe werden die Universitäten verstärkt zum Zuge kommen. Kunst- und Musikhochschulen werden ebenfalls vom Ausbauprogramm profitieren wie auch die Pädagogischen Hochschulen, die dabei vorrangig ihr Studienangebot auf neue Inhalte bzw. Berufsperspektiven umstellen.

 

Gleichzeitig wie der Ausbau des Studienangebots soll auch ein Ausbau der Infrastruktur erfolgen, wie etwa bei den Wohnangeboten oder in der Studienberatung. 

 

Im Vergleich zum Bundesgebiet (11 Prozent) wohnen in Baden-Württemberg mit 14 Prozent überdurchschnittlich viele Studierende in Wohnheimen. Auch der Anteil der Studierenden, die im Elternhaus wohnen, liegt in Baden-Württemberg höher als im Bundesdurchschnitt (26 Prozent vs. 23 Prozent). Daher hat das Land das Budget für Investitionen bei den Studentenwerken im Zuge des Hochschulausbauprogramms 2012 ebenfalls erhöht. Es wurde bereits begonnen, die Wohnraumkapazitäten zu erweitern. Ob damit neue Gebäude gebaut, gekauft oder angemietet  oder aber mehr Privatzimmer an Studierende vermittelt werden, entscheiden die Studentenwerke vor Ort.


Dem erhöhten Studienorientierungs- und Beratungsbedarf aufgrund der höheren Studierendenzahlen wird durch entsprechende Maßnahmen ebenfalls Rechnung getragen - u.a. auch durch die im Jahr 2007 gestartete  Informationskampagne "Gscheit studiert".